Lörrach - Vorzeitig beendet war am Freitagabend das Testspiel zwischen dem SC Freiburg und dem Schweizer Erstligisten Young Boys Bern im Lörracher Grüttparkstadion.

Wegen einer defekten Sicherung streikte das Flutlicht und die Partie wurde in der 80. Spielminute beim Stand von 2:1 (0:0) für den Sport-Club abgebrochen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit waren die Eidgenossen durch Adrian Nikici (57.) in Führung gegangen. Sebastian Freis (71.) erzielte den Ausgleich für den SC, der anschließend  durch Jonathan Schmid (79.) in Führung ging.

Durchgebrannte Sicherung beendet Spiel

Die Testspiele des SC kommen in dieser Saison bisweilen etwas verkürzt daher. In der Saisonvorbereitung war die Partie gegen eine Regio-Auswahl aufgrund eines Gewitters vorzeitig abgepfiffen worden, und nun ertönte der Schlusspfiff auch beim Testkick gegen Young Boys Bern früher als gedacht. Nachdem das Flutlicht aufgrund einer durchgebrannten Sicherung den Dienst quittiert hatte, beendete der Schiedsrichter die Begegnung im Lörracher Grüttparkstadion nach 80 gespielten Minuten. Endstand: 2:1 für den Sport-Club.

Für SC-Trainer Christian Streich war das frühe Spielende kein Grund zum Verdruss: "Klar hätten wir gerne noch zehn Minuten gespielt. Aber für so einen Flutlichtausfall kann ja kein Mensch etwas", sagte Streich, der nur lobende Worte für die Lörracher Veranstalter übrig hatte: Perfekt organisiert sei alles gewesen und der Platz in hervorragendem Zustand, so der Freiburger Trainer.

Für den Auftritt seiner Mannschaft indes hatte Streich nicht nur lobende Worte übrig. Vor allem die Phase direkt nach Pause, als Young Boys Bern zu einigen Chancen kam und in der 57. Spielminute dann auch konsequenterweise durch Adrian Nikici in Führung ging, gefiel Streich nicht. "Nach der Pause waren Einige nicht richtig wach, nicht aggressiv genug. Nach dem 0:1 haben wir uns dann wieder etwas gefangen." Sebastian Freis (62.) und Philipp Zulechner (68.) vergaben gute Chancen zum Ausgleich, der Freis letztlich doch gelang. Er steuerte eine scharfe Flanke von Jonathan Schmid am kurzen Pfosten an, ließ einen knackigen Volleyschuss folgen - 1:1 (71.).

Sieg geht völlig in Ordnung

Dani Schahin verpasste die Freiburger Führung einige Minuten später noch - an YB-Torwart Marco Wölfli brachte er den Ball vorbei, nicht aber im Berner Tor unter. Dennoch hatte die Szene spielentscheidenden Charakter, denn auf Schahins Chance folgte eine Ecke, und auf diese Ecke folgte der 2:1-Siegtreffer von Jonny Schmid. Julian Schuster gab den Ball zurück nach links, zurück zum Eckballschützen Schmid, und Schmid bezwang Wölfli mit einem harten Schuss ins lange Eck (79.). Das Flutlicht war bereits ein paar Minuten zuvor ausgegangen, aber nach Schmids Treffer war dann Feierabend. Zu stark hatte sich die Dunkelheit mittlerweile übers Lörracher Grüttpark-Stadion gelegt.

Am Ende ging der SC-Sieg in 80 Minuten völlig in Ordnung. Auch, weil der Sport-Club in der ersten Halbzeit einen starken Eindruck machte. Dani Schahin (16.), Oliver Sorg (21.), Sebastian Freis (22.) und wieder Sorg (23.) vergaben gute Chancen aufs 1:0 in der besten Freiburger Phase. Schahins Kopfball kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde zur Beute von Marco Wölfli (41.).

"Wir haben es zum Teil gut gemacht", sagte Christian Streich hinterher, "und Bern hat eine starke Mannschaft, die uns heute richtig gefordert hat. Sehr erfreulich ist, dass es uns gelungen ist, das Spiel zu drehen, dass wir nach dem Rückstand so gut zurückgekommen sind. Es war ein guter Test. Einige Spieler wie Dani Schahin oder Sascha Riether waren lange verletzt, für sie ist es einfach wichtig, wieder in einen Wettkampfrhythmus zu kommen. Bis sie wieder genug Power für 90 Minuten Bundesliga haben, wird es aber noch ein Weilchen dauern."

Stenogramm:

SC Freiburg: Mielitz - Riether, Krmas, Torrejón, Sorg - Schuster, Höfler, Schmid, Zulechner - Schahin, Freis

Tore: 0:1 Nikici (57.), 1:1 Freis (71.), 2:1 Schmid (79.)