
Ein Tor wie Gemälde: Ragnar Ache verzückt Köln per Fallrückzieher
Für einen Moment schien im Kölner RheinEnergieStadion die Zeit stehen zu bleiben: Ragnar Ache schraubte sich im Strafraum der TSG Hoffenheim hoch und ließ den 1. FC Köln per perfektem Fallrückzieher à la Cristiano Ronaldo oder Klaus Fischer jubeln. Ein Treffer wie ein Gemälde – nicht nur die eigenen Mitspieler waren verzückt ob des Traumtores.
Manche Tore sind derart schön, dass Worte sie kaum zu beschreiben vermögen. Und besser als der 1. FC Köln kann man das, was am Samstagnachmittag im RheinEnergieStadion geschehen ist, wohl nicht illustrieren. "work of art" posteten die "Geißböcke" auf ihren Social-Media-Kanälen – und stellten das Bild von Ragnar Aches sensationellem Treffer per Fallrückzieher als Kunstwerk in die Mitte einer schaulustigen Menge.
Und wohl wahr: Das 1:0 der Kölner gegen die TSG Hoffenheim nach einer Viertelstunde war ein echtes Kunstwerk, ein Tor wie ein Gemälde. Saïd El Mala hatte nach einem schnell ausgeführten Einwurf tief in der gegnerischen Hälfte den Ball von der rechten Seite wuchtig ins Zentrum geflankt. Ache drehte sich kurz um die eigene Achse, setzte zum Fallrückzieher an und versenkte die Kugel wunderschön ins linke Eck. Nationaltorhüter Oliver Baumann schaunte staunend zu – wie der Rest der fast 50.000 Zuschauer im Kölner Stadion.
Ache: "Ich konnte es selbst kaum glauben"
"Ich konnte es selbst kaum glauben. Alles ging so schnell", berichtete auch der umjubelte Torschütze, der mit einem Zaubertor alle anderen ebenso sprachlos hinterließ. "Es war eine super Flanke von Saïd, ich habe eigentlich gar nicht nachgedacht und meinen Körper machen lassen. Und dann ist er so reingeflogen", so Ache, der in diesem Jahr im FC-Trikot durchzustarten scheint. Es war bereits sein viertes Tor 2026 – zuvor hatte der 27 Jahre alte Angreifer nur einmal in der Bundesliga für die "Geißböcke" treffen können.
Auch auf der Kölner Bank schlugen sie die Hände über den Köpfen zusammen angesichts des Traumtors à la Cristiano Ronaldo oder Klaus Fischer, Mitspieler Cenk Özkacar fing die Kamera mit völlig perplexem Gesichtsausdruck ein. "Es wird bei der Wahl zum Tor des Jahres nur noch um den zweiten Platz gehen", betonte FC-Coach Lukas Kwasniok nach dem gerechten 2:2-Unentschieden gegen starke Hoffenheimer und schob mit großem Lob für seinen wuchtigen Stoßstürmer hinterher: "Ich will heute nur noch die Headline lesen: Ragnar Ache - König der Lüfte!"

Sogar die Gegenspieler stimmten in die Lobeshymnen nach dem perfekten Fallrückzieher des Kölner Stürmers ein. "Was soll ich sagen? Glückwunsch! Es ist höchstwahrscheinlich das beste Gegentor, das ich jemals bekommen habe", war auch TSG-Keeper Oliver Baumann beeindruckt und erinnerte sich an ein ähnlich spektakuläres Gegentor, das er in Köln gefangen hatte: "Ich habe schon mal hier von Poldi eins gekriegt (vor fast genau 15 Jahren, Anm. d. Red.) in meinen ganz jungen Jahren. Aber das ist auch sensationell, das muss man anerkennen", so der Nationaltorhüter.
Anerkennung gab es für Ache aber vor allem aus den eigenen Reihen, wenn auch mit einem kleinen Seitenhieb garniert. "Unter der Woche im Training kann er sich kaum bewegen und dann holt der hier so ein Ding raus. Das ist Wahnsinn", lachte Abwehrmann Joël Schmied. Auch Ache nahm das Ganze so locker wie seine Bewegung vor dem traumhaften Fallrückzieher: "Das kann man nicht trainieren. Entweder man hat so einen Tag, oder man hat ihn nicht. Es ist immer 50/50. Geht der Ball rein, sieht es top aus. Geht er daneben, lacht das ganze Stadion", so der FC-Stürmer. Zum Lachen brachte Ache diesmal niemanden, dagegen alle in Köln zum Staunen!

