
Leverkusen verpasst Champions-League-Matchball in Piräus
Bayer 04 Leverkusen hat am 7. Spieltag der Champions League den erhofften Matchball verpasst. Olympiakos Piräus besiegte die Werkself mit 2:0 (2:0). Costinha (2.) und Mehdi Taremi (45.+1) trafen für die Griechen. Leverkusen hatte mehr Ballbesitz und Abschlüsse, blieb aber glücklos. Die Werkself verpasste damit den vorzeitigen Einzug in die Champions-League-Playoffs und muss nun auf das letzte Gruppenspiel gegen Villarreal hoffen.
Für Bayer 04 Leverkusen ging es in der Champions League beim griechischen Meister Olympiacos Piräus um den vorzeitigen Einzug in die Playoffs. Mit neun Punkten stand die Werkself vor dem Spiel auf Platz 20, der zur Teilnahme an der K.O.-Runde berechtigen würde, während die Griechen mit fünf Zählern dringend einen Sieg benötigten.
Die Generalproben beider Teams waren misslungen: Leverkusen hatte am Wochenende in der Bundesliga mit 0:1 bei der TSG Hoffenheim verloren, Olympiacos war unter der Woche im griechischen Pokal gegen PAOK Saloniki (0:2) ausgeschieden. Personell musste Kasper Hjulmand auf die verletzten Mark Flekken und Nathan Tella verzichten, dafür kehrten Lucas Vázquez, Ibrahim Maza und Christian Kofane in die Startelf zurück.
Früher Schock und effektive Griechen
Der Abend begann denkbar schlecht für die Gäste aus Deutschland. Bereits in der 2. Minute zappelte der Ball im Netz: Nach einer Ecke von rechts köpfte Costinha am Fünfmeterraum völlig freistehend zur 1:0-Führung für Olympiacos ein.
Die Werkself zeigte sich bemüht, das Spiel zu kontrollieren und hatte durch Vázquez (16.) eine gute Möglichkeit, doch Konstantinos Tzolakis parierte stark. Auch Kofane hatte nach einer Flanke von Maza eine vielversprechende Chance (25.), verzog aber knapp.
Kurz vor der Pause drückte die Werkself auf den Ausgleich doch es kam der nächste Nackenschlag: Wieder waren die Griechen eiskalt im Abschluss. Nach einer schnellen Umschaltaktion setzte Rodinei mit einem Steckpass Mehdi Taremi in Szene, der allein vor Janis Blaswich cool blieb und zum 2:0 (45.+1) einschob.
Leverkusen drückt vergeblich
Nach dem Seitenwechsel kam Leverkusen mit viel Energie aus der Kabine. Bereits in der 47. Minute hatte Maza die Chance zum Anschlusstreffer, doch Tzolakis rettete mit dem Fuß. Die Werkself erhöhte den Druck, blieb aber zunächst glücklos.
In der 58. Minute reagierte Hjulmand und brachte Malik Tillman für Vázquez. Doch auch mit frischen Kräften gelang es Leverkusen nicht, die gut organisierte Abwehr der Griechen zu überwinden.
Die größte Chance zum Anschluss hatte der ebenfalls eingewechselte Patrik Schick in der 80. Minute, als er nach einem perfekten Pass von Arthur frei vor Tzolakis auftauchte, aber am griechischen Schlussmann scheiterte. Trotz weiterer Chancen blieb Leverkusen am Ende ohne Tor und hat nun am kommenden Mittwoch ein Endspiel um die Play-Offs der Champions League gegen den Villarreal CF.

