Zusammenfassung

  • Alexandru Maxim soll in Mainz die durch den Abgang von Yunus Malli entstandene Lücke schließen.
  • Der Rumäne gilt als technisch versierter und torgefährlicher Spielmacher.
  • In Stuttgart vermisste er zuletzt das uneingeschränkte Vertrauen.

Köln - Ein „Wohlfühlspieler“ für die Kreativzentrale: Der 1. FSV Mainz 05 sichert sich die Dienste des rumänischen Nationalspieler Alexandru Maxim, der von Bundesliga-Rückkehrer VfB Stuttgart zu den Rheinhessen stößt. Der 26-Jährige soll die Lücke schließen, die nach dem Abgang von Yunus Malli (wechselte im Winter zum VfL Wolfsburg) und der beendeten Leihe von Bojan Krkic in der Offensivzentrale der „Nullfünfer“ klaffte.

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"Alex ist noch ein kreativer Zehner klassischer Prägung. Der Ball ist sein Freund, er ist selbstbewusst in Eins-gegen-Eins-Situationen, er kann mit seinen Dribblings Räume öffnen und schießt gefährliche Standards. Darüber hinaus hat er ein gutes Gefühl für die Wege zwischen den Ketten und in den torgefährlichen Räumen“, schildert der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder die Vorzüge des technisch beschlagenen Mittelfeldmanns, der bei den "Nullfünfern" einen Vertrag bis 2021 unterschreibt.

Maxim braucht Vertrauen

Maxim gilt als Instinktfußballer, als „Straßenkicker“, als Spieler für die besonderen, die überraschenden Momente – wie beispielsweise diesen Wechsel zu den Mainzern. Beim VfB Stuttgart spürte der sensible Rechtsfuß nicht mehr das uneingeschränkte Vertrauen und entschied sich für die neue Herausforderung, bei den zuletzt gegen den Abstieg spielende Rheinhessen die Fäden im Mittelfeld zu ziehen.

Nach Gesprächen mit Schröder („Wir brauchen Alex und seine Kreativität“) und dem neuen 05-Coach Sandro Schwarz war für Maxim klar, dass die Aufgabe genau das Richtige für ihn sei und er den nötigen Rückhalt bei den Verantwortlichen genießt: „Für mich persönlich spielt Vertrauen und das Gefühl gebraucht zu werden eine unheimlich große Rolle. Eine Voraussetzung, die hier in Mainz absolut gegeben ist. Zudem kommt die Art und Weise, wie der neue Trainer hier Fußball spielen lassen möchte, mir als offensiv ausgerichtetem Spieler sehr entgegen.“

Spielmacher mit Torgefahr

Das zuletzt lahmende Offensivspiel der Mainzer beleben: Das trauen viele dem Rumänen problemlos zu. Technisch versiert, das Auge für den entscheidenden Pass, dazu nicht nur bei Standardsituationen torgefährlich – Maxims hervorstechenden Attribute gingen den „Nullfünfer“ seit dem Malli-Abgang in der Offensive ab.

Der Spielmacher weiß um die Vorschusslorbeeren: „Ich liebe das Offensivspiel und will ständig den Ball haben. Die Erwartung ist natürlich, dass ich Tore schieße und Vorlagen gebe. Es ist in der Bundesliga aber auch wichtig, dass ich viel nach hinten arbeite. Ich will - und ich muss - ein kompletter Spieler sein.“

Video: So entsteht der Spielplan

Dass er dazu allen Unkenrufen zum Trotz in der Lage ist, bewies Maxim für den VfB im Endspurt um den Aufstieg: Neben Torgefahr und Spielintelligenz stellte sich der Feingeist uneigennützig in den Dienst der Mannschaft. Eine Qualität, die er nun in Mainz dauerhaft abrufen soll.

Maxim: "In der Bundesliga ist vieles möglich"

Einen Rückschritt sieht der Rumäne in seinem Wechsel nicht – und setzt sich hohe Ziele bei den Rheinhessen: „Ich weiß, dass die letzte Saison in Mainz nicht so gut war. Ich weiß aber auch, dass sich Mainz ein Jahr davor für die Europa League qualifiziert hat. Das zeigt: In der Bundesliga ist vieles möglich. Hier sind viele Spieler mit Qualität“, weiß Maxim.

Diese Qualität entsprechend in Szene zu setzen: Das ist ab sofort die Aufgabe des 26-Jährigen. Für jemanden, dessen Freund der Ball ist, sollte das ein leichtes sein. Die Voraussetzungen sind jedenfalls in Mainz gegeben, ganz besonders für den „Wohlfühlspieler“ Alexandru Maxim.

Thomas Reinscheid

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