Bochums Shinji Ono muss sich gedulden, in mehrfacher Hinsicht. In München und zuletzt gegen Mönchengladbach kam der japanischer Mittelfeldmann nicht zum Einsatz.

Und auch das leibhaftige Wiedersehen mit seiner Familie findet erst in ein paar Wochen statt. Bis dahin helfen Internet- Telefonate, Gespräche mit dem Bruder und die tägliche Arbeit im Training, um die Situation zu verbessern.

Frage: Hallo Herr Ono! Sollen wir das Interview auf Deutsch führen?

Shinji Ono: Bitte noch nicht, ich bin noch nicht so weit.

Frage: Das Verständnis ist da, die Aussprache klasse - was also spricht dagegen?

Ono: Ein paar Wochen brauche ich noch, obwohl ich sagen muss, dass es wirklich von Tag zu Tag besser läuft. Deutsch zu lernen ist auch nicht schwieriger als Niederländisch, und das habe ich auch ganz gut hinbekommen. Allerdings nicht schon nach zehn Monaten! (lacht)

Frage: Akzeptiert. Wie sieht es sonst bei Ihnen aus?

Ono: Körperlich bin ich wieder hergestellt und fit, habe aber zuletzt leider nicht gespielt. Das ist für einen Spieler natürlich immer frustrierend. Ich werde mich jetzt aber nicht hängen lassen, sondern werde versuchen, mich über das Training täglich anzubieten. Und dann hoffe ich, meine Chance zu bekommen.

Frage: Dass Sie nicht spielen, zeigt die Qualität des Kaders.

Ono: Ganz klar. Es ist wirklich nicht einfach - vorausgesetzt, dass alle fit sind -, in den Spieltagskader zu kommen oder sogar in die Startelf. Doch ich unternehme alles, um dabei zu sein.

Frage: Wie muss man nun die nächsten Partien angehen, in Stuttgart und gegen Hoffenheim?

Ono: Wir müssen uns vor allem mehr konzentrieren. Das war das Hauptversäumnis im Gladbach-Spiel, da müssen wir also den Hebel ansetzen. In Stuttgart war ich noch nie, insofern freue ich mich auf die Partie. In der Rückrunde der letzten Saison haben wir zu Hause gegen den VfB 1:1 gespielt, das Team hat Qualität. Und von Hoffenheim hatte ich vor dieser Saison noch nichts gehört. Das hat sich mittlerweile geändert, die Mannschaft spielt sehr erfolgreich und steht nicht zu Unrecht auf Platz zwei. In jedem Fall zwei sehr harte Spiele, die uns da bevorstehen.