Hannover- Michael Frontzeck hat seinen Rücktritt als Cheftrainer von Hannover 96 erklärt. Die Gründe für seinen Entschluss hatte Frontzeck, der seit dem 20. April 2015 Coach der Niedersachsen war, zuvor in einem persönlichen Gespräch 96-Geschäftsführer Sport Martin Bader erläutert. Die Clubführung mit den Geschäftsführern Martin Kind und Martin Bader hat den Rücktritt angenommen.

Frontzeck: "Haben etwas Großes erreicht"

"Nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen bin ich zu dem Schluss gekommen, meine Arbeit bei 96 zu beenden. Geschlossenheit und Vertrauen sind gerade in unserer Situation die Grundvoraussetzung, um erfolgreich zu arbeiten. Ich habe aktuell im Umfeld von Hannover 96 nicht mehr dieses Vertrauen gespürt", erklärt Michael Frontzeck. "Wir haben gemeinsam mit dem Klassenerhalt in der vergangenen Saison etwas Großes erreicht. Das war nur möglich, weil wir alle Kräfte gebündelt haben und alle die Mannschaft und das Trainerteam mit ihrem Vertrauen und ihrer Zuversicht unterstützt haben. Ich wünsche Hannover 96, der Mannschaft und den begeisterungsfähigen Fans eine erfolgreiche Rückrunde und den erneuten Klassenerhalt."

Hannover 96 bedankt sich bei Michael Frontzeck für die geleistete Arbeit in den vergangenen Monaten.

Bader: "Frontzecks Entschluss verdient Respekt"

"Ich habe Michael Frontzeck in den knapp drei Monaten unserer Zusammenarbeit als charakterlich starken und loyalen Menschen kennengelernt. Er ist als Trainer ein ausgewiesener Fachmann. Der Klassenerhalt im Mai wird immer mit dem Namen Michael Frontzeck verbunden bleiben", sagt Martin Bader. "Michael Frontzecks Entschluss verdient Respekt. Unsere Aufgabe ist es nun, bis zum Trainingsstart am 4. Januar 2016 einen neuen Cheftrainer zu verpflichten, der die Mannschaft auf die anspruchsvolle Rückrunde vorbereitet".