Zusammenfassung

  • Martin Harnik ist in den Club der 200er aufgestiegen

  • Über den Umweg 2. Bundesliga kam seine Karriere ins Rollen

  • Bundesliga-Debüt 2007 für Werder Bremen

Köln - Vor zehn Jahren betrat Martin Harnik erstmals den Rasen in der Bundesliga. Am 25. August 2007 wurde er in der 61. Minute für Werder Bremen eingewechselt - und erzielte gleich den 1:0-Siegtreffer. Gegen Dortmund macht er sein 200. Spiel in der Bundesliga. Inzwischen läuft Harnik für Hannover 96 auf und ist aktuell in Topform.

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Rastlos kann man Harnik nun wirklich nicht nennen. Auch wenn der Sohn einer Hamburgerin und eines Österreichers viel rumgekommen ist bislang - er hat bereits Champions League und Europa League gespielt und gehört seit vielen Jahren zum Aufgebot der österreichischen Nationalmannschaft. Was den Fußball betrifft, ist der 30-jährige Angreifer aber eine treue Seele. Von der A-Jugend an kickte Harnik vier Jahre für Werder Bremen, dann ein Jahr Ausleihe an Fortuna Düsseldorf, ehe er für sechs Spielzeiten zum VfB Stuttgart ging, den er im Sommer 2016 in Richtung Hannover verließ.

Über Umwege zum Erfolg

Überall wo er spielte, war Harnik erfolgreich. Wobei er in seinen Anfängen in Bremen noch etwas Anlaufschwiergikeiten hatte und immer wieder zwischen Bundesliga- und U23-Mannschaft hin und her pendelte. Trotzdem feierte er mit den Werderanern 2009 den Gewinn des DFB-Pokals. Über Umwege kam seine Karriere dann aber richtig ins Rollen.

Martin Harnik (l.) ist als Torschütze für Hannover 96 erfolgreich
Martin Harnik (l.) ist als Torschütze für Hannover 96 erfolgreich © gettyimages

Ein Jahr 2. Bundesliga mit Fortuna Düsseldorf sollte für den gebürtigen Hamburger der Durchbruch sein. Die 95er verpassten als Aufsteiger nur knapp den Durchmarsch, Harnik steuerte 13 Treffer dazu bei, weckte Begehrlichkeiten, und für ihn ging es trotzdem eine Etage höher. Beim VfB Stuttgart gehörte er fortan in der Bundesliga zu den Leistungsträgern. In der Saison 2011/12 verpasste der Angreifer nicht ein einziges Spiel für die Schwaben.

2. Bundesliga statt China

Doch nach dem Abstieg 2016 - Harnik hatte zuletzt keine entscheidende Rolle mehr gespielt - trennten sich die Wege, nachdem Harniks Vertrag ausgelaufen war. Und trotzdem trat der Stürmer erneut den Umweg über die zweite Liga an. Statt nach China, wo das große Geld winkte, wechselte Harnik zu Mitabsteiger Hannover 96. "Meine Familie und ich hätten dort nicht das Leben führen können, das uns glücklich gemacht hätte. Auch das Geld hätte darüber nicht hinweg geholfen", begründete er seine Entscheidung später. Es sollte die richtige Entscheidung gewesen sein.

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Denn erneut erwies sich der Umweg über die 2. Bundesliga als sein Durchbruch. Der schnelle Österreicher fand zurück in die Spur und lief zu Höchstform auf: 17 Tore in 30 Spielen, damit war er an der direkten Rückkehr in die Bundesliga maßgeblich beteiligt. In der Torjägerliste musste er nur Simon Terodde (25 Tore) von Mitaufsteiger und Harniks Ex-Club VfB den Vortritt lassen.

Neue Heimat, neue Liebe

Inzwischen ist Hannover zu seiner neuen Heimat geworden, ein bisschen vielleicht sogar zu seiner neue Liebe. Auch nach der Rückkehr in der Bundesliga läuft es für Harnik. Neun Spiele, fünf Tore. "Ich bin ein Spieler, der sich sehr wohlfühlen muss, um seine Topleistung abrufen zu können. Das ist in Hannover gegeben", sagte Harnik einmal in einem Interview zu Beginn der Saison. Man darf also davon ausgehen, dass der 30-Jährige auch nach seinem 200. Spiel weiter Gas gibt und noch viele weitere Bundesligapartien folgen werden.

Kristina Jäger