
"Danke, Fußball. Für alles": Lewis Holtby beendet seine Karriere
"Es ist Zeit, Abschied zu nehmen": Mit emotionalen Worten auf Instagram hat Lewis Holtby das Ende seiner Karriere bekanntgegeben. Der 35 Jahre alte Mittelfeldspieler, der zuletzt bei NAC Breda unter Vertrag stand, war für sechs Vereine in der Bundesliga und 2. Bundesliga aktiv und absolvierte zwischen 2010 und 2012 drei Partien für die deutsche Nationalmannschaft.
"Nach fast 20 Jahren als Profi endet heute meine aktive Karriere. Als kleiner Junge hatte ich einen Traum: Fußballprofi zu werden. Dass ich diesen Traum so viele Jahre leben durfte, war ein Privileg, für das ich jeden einzelnen Tag dankbar bin. Der Fußball hat mir mehr gegeben, als ich je hätte erwarten können. Er hat mich geprägt, mich wachsen lassen, mich an Orte gebracht, die ich sonst nie gesehen hätte, und mir Menschen fürs Leben geschenkt", betonte Holtby in seiner Mitteilung.
Der gebürtige Erkelenzer, der in der Jugend von Borussia Mönchengladbach und Alemannia Aachen groß wurde, kommt für sechs Vereine (Aachen, Schalke 04, Mainz 05, VfL Bochum, Hamburger SV und Holstein Kiel) insgesamt auf 225 Einsätze in der Bundesliga sowie 137 Spiele in der 2. Bundesliga. Sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft feierte Holtby, der auch die britische Staatsbürgerschaft besitzt, am 17. November 2010 beim Freundschaftsspiel gegen Schweden.
"Ich durfte das Trikot großartiger Vereine tragen, unglaubliche Momente erleben und vor Fans spielen, deren Unterstützung ich niemals vergessen werde. Die Ehre, mein Land vertreten zu dürfen, war dabei einer der größten Momente meiner Karriere", unterstreicht der 35-Jährige in seiner Abschiedsmitteilung. Außerhalb Deutschlands war Holtby überdies noch für Tottenham Hotspur, den FC Fulham, die Blackburn Rovers und eben zuletzt NAC Breda am Ball.
Nun ist für den einstigen Nationalspieler Schluss – zumindest als aktiver Spieler. Holtby: "Ich verlasse den Platz mit Stolz, Demut und unendlich viel Dankbarkeit. Doch eines ist sicher: Dem Fußball werde ich niemals den Rücken kehren. Dieses Spiel wird immer ein Teil von mir sein, und ich freue mich auf das, was als Nächstes kommt.Danke an jeden Verein, jeden Trainer, jeden Mitspieler, jeden Mitarbeiter und jeden Fan, der Teil dieser Reise war. Danke, Fußball. Für alles."
