München - Die bundesliga.de-User wählten den Robert Lewandowski zum "Spieler des 10. Spieltags". Mit 40 Prozent aller Stimmen machte der BVB-Stürmer mit großem Vorsprung vor Mohammed Abdellaoue von Hannover 96 das Rennen.

Gleich sechs Spieler von Borussia Dortmund schafften es nach ihrer Galavorstellung beim 5:0 gegen den 1. FC Köln in die bundesliga.de "Elf des 10. Spieltages". Robert Lewandowski ragte dabei mit seinem "Doppelpack" heraus.

Tore Nummer 6 und 7

Lewandowski ist mit seinen sieben Saisontoren Dortmunds gefährlichster Angreifer. Er bleibt dabei dennoch bescheiden und sagt, dass es ihm egal sei wer die Tore erzielt, solange die Borussia gewinnt. Der Pole war vor der Verletzung von Lucas Barrios nur dessen Ersatzmann und kam über die Jokerrolle nicht hinaus. Lewandowski nutzte seit Saisonbeginn seine Chance eindrucksvoll und ist momentan nur schwer aus der Startformation zu verdrängen. Trainer Jürgen Klopp droht somit ein Luxusproblem auf der Stürmerposition. BVB-Sportdirektor Michael Zorc, der sich über die Fortschritte des polnischen Nationalspielers freut, lobt den Angreifer: "Robert macht die Dinger rein, er behauptet die Bälle gut und spielt mit unheimlich viel Selbstvertrauen."

Abdellaoue beschenkt sich selbst

Auf dem 2. Platz folgt mit 22 Prozent der Stimmen der 96er Mohammed Abdellaoue. An seinem 26. Geburtstag machte er sich das schönste Geschenk wohl selbst. In der 23. Minute verwandelte er gegen Manuel Neuer einen Foulelfmeter zur 1:0 Führung der Hannoveraner.

Gleichzeitig beendete er Neuers Serie, der vorher 770 Spielminuten ohne Gegentor geblieben war. Der 96-Angreifer war somit maßgeblich am 2:1-Sieg der Niedersachsen beteiligt, die dem FC Bayern seine erste Saison-Auswärtsniederlage beibrachten und erstmalig in dieser Spielzeit mehr als ein Gegentreffer einschenkten.

Erfolgreiches Jubiläum für Farfan

Dritter bei der Abstimmung wurde der Schalker Jefferson Farfan, der in Leverkusen das Tor des Tages schoss und damit den "Knappen" die drei Punkte sicherte. 17 Prozent der Stimmen fielen auf ihn. Es war das 100. Bundesligaspiel des Peruaners. Farfan war ein Aktivposten bei den Schalkern, was an seinen drei Torschüssen und sechs Torschussvorlagen deutlich wird.

Auf Platz 4 landete der Augsburger Torhüter Simon Jentzsch (11 Prozent). Obwohl er am vergangenen Freitag mit gebrochenem Finger antreten musste, hielt er durch und ließ er die Bremer Angreifer reihenweise verzweifeln. FCA-Trainer Jos Luhukay fand nach dem Spiel nur lobende Worte für seinen Schlussmann: "Das 1:1 war sehr glücklich. Nach der 60. Minute hatten wir nur nach hinten gespielt. Wir sind glücklich, dass Simon uns den Punkt gerettet hat."

Kraft hält die Null

Der Endspurt zwischen Platz 5 und 6 war sehr knapp zwischen Hertha-Keeper Thomas Kraft (5,4 Prozent) und FCK-Stürmer Itay Shechter (4,6 Prozent). Kraft sicherte gegen Mainz den Punkt für die Berliner und sorgte dafür, dass hinten die Null stand. Besonders spektakulär waren seine Reaktionen bei den Torchancen von Elkin Soto in der 40. Minute und Andreas Ivanschitz in der 58. Minute.

Itay Shechter drehte in der zweiten Hälfte der Partie gegen den SC Freiburg auf. Erst scheiterte der Israeli noch am Freiburger Torhüter Baumann und kurz darauf an der Unterkante der Latte. In der 75. Minute erzielte der Mittelstürmer des 1. FC Kaiserslautern aber dann den Siegtreffer zum 1:0.