Köln - Zur Rückrunde der letzten Saison verstärkte sich der VfL Wolfsburg mit Junior Malanda, der eigentlich Bernard Malanda-Adje heißt. Der damals erst 19-Jährige wechselte aus der belgischen Jupiler Pro League in die Bundesliga.

Der gebürtige Belgier begann seine Fußballerkarriere beim RSC Anderlecht bevor es ihn 2007 nach Frankreich in die Jugendabteilung des OSC Lille verschlug, wo er bis 2012 auch für die zweite Mannschaft des Clubs auflief. 2012, als 18-Jähriger, kehrte er zurück nach Belgien. Beim Erstligisten SV Zulte Waregem wurde Junior Malanda schnell zum Stammspieler. Mit ihm im Team schaffte es der Club bis in die Champions-League-Qualifikation.

Nächster Karriereschritt beim VfL

Der VfL Wolfsburg wurde früh aufmerksam auf das junge Talent aus Belgien. Bereits im Sommer 2013 sicherten sich die Wölfe die Dienste Malandas, liehen ihn dann allerdings noch für eine halbe Saison zurück an den SV Zulte Waregem.

Pünktlich zur Rückrunde wechselte Junior Malanda dann nach Wolfsburg: "Ich wollte unbedingt jetzt nach Wolfsburg, um den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen. Mein Ziel jetzt ist es, mich weiterzuentwickeln. Ich will mich an die Bundesliga gewöhnen und vielleicht ein paar Einsätze bekommen. Wenn ich noch nicht sofort spiele, ist das aber kein Problem", sagte der Spieler damals in einem Interview.

Auf seinen ersten Einsatz musste er allerdings noch zwei Spieltage warten, ehe er zu einem ersten Kurzeinsatz kam. In die Bundesliga sei er gekommen, "um eine bessere Chance zu haben, in unsere A-Nationalelf zu kommen", so Malanda, der aktuell für die belgische U21-Auswahl spielt und alle Junioren-Mannschaften durchlaufen hat.

Unglücklicher Start in die neue Saison

"Junior ist ein junger Spieler mit großem Potenzial. Er ist bereits Stammspieler in seiner Mannschaft und durchläuft bis jetzt eine sehr gute Entwicklung", sagte Dieter Hecking über den Transfer. Bis Malanda das Vertrauen des Trainers ganz sicher hatte, dauerte es aber noch etwas. Doch ausgerechnet nachdem er das zweite Mal die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand und sein zweites Tor für die Wölfe geschossen hatte, setzte ihn eine Kreubandzerrung außer Gefecht. Die Saison war gelaufen.

Auch in die neue Bundesliga-Spielzeit startete das Talent eher unglücklich. Beim Saisonauftakt in München wurde er in der 72. Minute beim Stand von 2:1 eingewechselt und hatte einen Meter vor dem Tor die 100-prozentige Chance zum Ausgleich auf dem Fuß. Nur eine Woche später wiederholte sich die Szene recht ähnlich gegen Eintracht Frankfurt. "Mittlerweile kann ich darüber lachen", sagte er später im Interview mit dem "Kicker". Die Saison sei schließlich "noch lang" - er könne "noch viele Tore schießen".