Zusammenfassung

  • Vestergaard siegt mit Gladbach gegen seinen Ex-Club Bremen.

  • Der dänische Nationalspieler trifft per Kopf.

  • "Es ist eine enge Liga."

Bremen - An ihm gab's am Sonntagabend kein Vorbeikommen. Jannik Vestergaard gewann beim 2:0-Auswärtssieg von Borussia Mönchengladbach beim SV Werder Bremen jeden seiner zehn Zweikämpfe. Der Innenverteidiger erzielte mit einem Kopfball zudem auch noch ein Tor gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. Jetzt will er sich mit den Fohlen in der Tabelle oben festsetzen, nach dem jüngsten Erfolg steht die Borussia auf Rang fünf.

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Frage: Herr Vestergaard, ausgerechnet gegen ihren Ex-Club haben Sie getroffen. War das Kopfballtor zum 2:0 auch deshalb etwas Besonderes für Sie?

Jannik Vestergaard: Natürlich ist es gegen Werder etwas spezieller als sonst. Ich habe hier in Bremen immer noch viele Freunde und tolle Erinnerungen und ich durfte vor dieser Kulisse schon sehr oft einzigartige Momente genießen. Aber, auch wenn es sich wie eine Floskel anhört, im Endeffekt war es ein Spiel wie jedes andere auch. Wenn der Anpfiff ertönt, will man sein Team zum Sieg führen. Heute haben wir eine richtig gute Leistung abgeliefert.

"Das Tor war schön, oder?"

Perfekte Vestergaard-Zweikampfquote gegen Bremen

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Frage: Ihr Trainer Dieter Hecking hat von einer fast perfekten Vorstellung gesprochen. Haben Sie das ähnlich gesehen?

Vestergaard: Unsere Leistung war sehr gut. In der ersten Hälfte hatten wir sehr viel Ballbesitz und haben das Spiel dominiert. Die Chancen, die wir hatten, haben wir genutzt und sind daher mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause gegangen. In der zweiten Hälfte hat Bremen offensiv mehr versucht, dadurch haben sich Räume ergeben, die wir konsequenter hätten nutzen müssen. Das ist uns nicht gelungen. Trotzdem sind wir sehr froh, am Ende mit drei Punkten heimzufahren.

Frage: Wie haben Sie Ihren Treffer gesehen? Als Sie noch bei Werder gespielt haben, haben Sie sich immer mehr Kopfballtore vorgenommen. Jetzt haben Sie dieses Versprechen ausgerechnet gegen Ihren Ex-Verein eingelöst.

Vestergaard: Das Tor war schön, oder? Ich mache nicht so viele und vor allem nicht so schöne Tore, das heute war für mich vielleicht eines meiner schönsten. Ich weiß nicht, ob das nicht einfach nur Glück war, aber ich habe mich sehr über dieses Kopfballtor gefreut und darüber, dass ich dem Team damit helfen konnte.

Frage: Haben Sie aus Respekt vor Ihrem ehemaligen Arbeitgeber nur verhalten gejubelt?

Vestergaard: Ich habe es nicht für nötig gehalten, mich nach dem Tor irgendwie albern zu verhalten. Ich wollte dem Verein und den Fans auch Respekt zollen, weil sie mich bei Werder in einer Phase sehr unterstützt haben, als es bei mir nicht so gut lief. Nichtsdestotrotz habe ich mich aber über diesen Treffer gefreut.

"Schwer zu sagen, wo es in dieser Saison hingeht"

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Frage: Wie wichtig war dieser erste Auswärtssieg, um auch in der Tabelle oben dranzubleiben? Die Bundesliga scheint in dieser Saison etwas ausgeglichener zu sein.

Vestergaard: Die ganze Liga ist ein bisschen offener. Hätten wir nicht gewonnen, wäre es nach unten wieder eng geworden. Es ist wirklich schwer zu sagen, wo es in dieser Saison hingeht. Das nächste Spiel ist zu Hause gegen Bayer 04 Leverkusen. Da wollen wir die Serie, die wir uns jetzt erarbeitet haben, weiterführen. So wie wir heute Fußball gespielt haben, wollen wir auch gegen Bayer agieren. Es ist eine enge Liga.

Frage: Ihrem Ex-Club geht es nach der Niederlage nicht sehr gut. Leiden Sie etwas mit den Bremern?

Vestergaard: Ich mache mir keine Sorgen um Werder. Sie haben auch in den Spielen, die sie nicht gewonnen haben, gezeigt, dass sie auf einem guten Niveau spielen können. Sie haben genug Qualität. Sie müssen auf Max Kruse verzichten, was sicherlich wehtut. Ich trauen Ihnen alles zu.

Aufgezeichnet von Alexander Barklage

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