
Musiala ist wieder da: Das Lächeln nach der Leidenszeit
Nach seiner bei der Klub-WM im Sommer 2025 erlittenen Horrorverletzung musste Jamal Musiala die bislang schwerste Phase seiner Karriere überstehen. Die lange Leidenszeit hat jetzt aber endlich ein Ende: In Leipzig gab der 22-Jährige sein Comeback. In der Offensive hat Vincent Kompany nun endgültig die Qual der Wahl.
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Ex-Mitspieler Leroy Sané taufte Jamal Musiala einst "Bambi" - und der Spitzname blieb hängen. Selten hat er so gut zum Bayern-Star gepasst wie am 18. Bundesliga-Spieltag, als er in Leipzig in der 87. Minute für Serge Gnabry in die Partie kam. Ausgelassen wie ein junges Reh hüpfte der Edeltechniker über das Feld und spätestens als er eine Minute später den Treffer von Michael Olise vorbereitete, wich das breite Lächeln nicht mehr aus seinem Gesicht.
"Jeder von uns freut sich unglaublich für ihn. Wir haben ihn jeden Tag gesehen, wie er ackert, wie er kämpft. Er ist ein überragender Weltklassespieler. Wir freuen uns, dass wir wieder mit ihm zocken können", schwärmte Aleksandar Pavlović nach dem Leipzig-Spiel.
Hilfe vom "Roadrunner"
196 Tage lagen bei Musiala zwischen Verletzung und Comeback. Eine Phase, die schwer war für den Nationalspieler, bei dem auf dem Platz doch immer alles so leicht aussieht. "Mental waren die ersten Wochen nicht einfach für mich", erinnert sich der Bayern-Spielmacher an die Zeit nach der Verletzung. Familie und Freunde wie Bayern-Kollegen Alphonso Davies halfen, die positive Einstellung nicht zu verlieren.
Und spätestens jetzt ist die pure Freude am Fußball wieder zurück. Um das festzustellen, genügte schon der Kurzeinsatz in Leipzig. "Ich bin dankbar für jede Sekunde", schrieb Musiala nach seinem Comeback auf Instagram. Vincent Kompany war nach der Partie begeistert und schwärmte insgesamt vom Münchener Comeback in Sachsen: "Die zweite Halbzeit – mein Gott. Das war top, was die Jungs da gebracht haben."
Andererseits hat der Belgier nun eine enorm schwere Aufgabe vor der Brust: Derzeit sind neben Musiala auch Kane, Gnabry, Díaz, Olise, Karl und Jackson topfit und brennen auf Einsätze. Sieben Spieler für vier Positionen - gut, dass der FC Bayern München weiter auf drei Hochzeiten tanzt. Und mit Musiala kann dieser Tanz mit einem beschwingten Lächeln durchaus bis Ende Mai gehen: Dann findet in Budapest das Champions-League-Finale statt. Das wäre die endgültige Entschädigung für fast 200 Tage Leidenszeit.

