Daniel Fernandes ist der neue Torhüter des VfL Bochum. Der 24-Jährige kam vom griechischen Club PAOK Saloniki und soll künftig das Tor hüten.

Im Interview spricht er über seine neue Aufgabe und über sein Dasein als kanadischer Portugiese.

Frage: Sie waren einige Jahre bei PAOK Saloniki Stammtorhüter. Warum jetzt der Wechsel zum VfL?

Daniel Fernandes: Sicher habe ich bei PAOK einiges gelernt, gute Erfahrungen gemacht und mir einen gewissen Stellenwert erarbeitet, aber die Bundesliga ist für jeden Spieler eine große Sache. Außerdem hat der VfL sich das ganze Jahr nach mir erkundigt und mit mir beschäftigt. Der Wechsel ist für mich ein großer Schritt und ich bin froh, dass ich zu einem so guten Club wie dem VfL gekommen bin. Das mag man glauben oder nicht, aber den VfL habe ich von Griechenland aus schon einige Jahre beobachtet. Dass ich jetzt hier gelandet bin, hätte ich aber nie gedacht.

Frage: Sie haben einen sehr internationalen Background. Können Sie Ihre Verbindungen mal aufzählen?

Fernandes: Mein Vater ist Portugiese, meine Mutter Tschechin. In Portugal bin ich geboren, aufgewachsen in Kanada. Meine Freundin ist Norwegerin und richtig zum Profi bin ich in Griechenland geworden. Kennenglernt habe ich meine Freundin übrigens in Düsseldorf auf dem Flughafen. Das hat irgendwie gepasst…

Frage: Wie sind Sie zum Fußball gekommen?

Fernandes: Das ist eine lange Geschichte. Ich habe schon immer viel Sport gemacht und wollte immer ein Athlet werden. Ich habe Basketball gespielt, bin Snowboard gefahren oder gesurft. Ich habe an Cross-Rennen teilgenommen und der Portugiese in mir wollte immer Fußball spielen. Irgendwann zu Schulzeiten haben wir bei strömendem Regen auf einem Platz aus Schlamm gespielt und ich war im Tor und bin hin und her geflogen. Ich war damals schon recht gut gebaut und ein bosnischer Trainer, zu dem ich heute noch Kontakt habe, hat mich gesehen und mich unter seine Fittiche genommen. Er hat gesehen, dass ich ein guter Keeper werden könnte.