München - Das Verletzungspech hat bei Rekordmeister Bayern München fast schon Tradition. Und erneut trifft es die beiden Starspieler Arjen Robben und Franck Ribery, die wiederum nicht beschwerdefrei durch die Vorbereitung kamen. Beide Kreativkräfte plagt eine Kapselverletzung.

Während auch andere Vereine wie der VfB Stuttgart nicht sorgenfrei in die Saison gehen, stehen einige prominente Namen vor dem Comeback.

"Robbery" auf dem Weg der Besserung

Auch bei den Bayern ist die größte Not überstanden. Vize-Weltmeister Robben, der im vergangenen Jahr wegen eines Muskelfaserrisses die komplette Hinrunde verpasste, steht vor der Rückkehr in den Kader.

"Arjen ist körperlich gut drauf. Er fühlt sich aber noch nicht so sicher. Er hat noch leichte Beschwerden", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes. Höchstwahrscheinlich sei Robben am 1. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach dabei. Auf einem guten Weg ist auch Ribery. "Er hat intensiv und gewissenhaft im Kraftraum gearbeitet", sagte Heynckes.

Stuttgarter Abwehrsorgen

Dramatischer ist die Lage beim VfB Stuttgart, bei dem der Zeitpunkt der Rückkehr von Kapitän Matthieu Delpierre noch offen ist. Der französische Abwehrspieler hatte sich Mai einen Muskelabriss im linken Oberschenkelstrecker zugezogen. "Es kann sein, dass er im Oktober oder November wiederkommt", sagte Trainer Bruno Labbadia.

Möglicherweise falle Delpierre aber auch die komplettere Hinrunde aus. Umso bitterer, dass auch die Innenverteidiger Georg Niedermeier und Serdar Tasci zum Lazarett der Schwaben gehören. Zusätzlich riss beim 21-jährigen Ermin Bicakcic beim 2:1-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den SV Wehen Wiesbaden das Innenband; er fällt mindestens sechs Wochen aus.

Der 25-jährige Niedermeier fehlt der Mannschaft wegen eines Ermüdungsbruchs im Oberschenkelknochen rund acht Wochen. Dagegen hofft der 14-malige Nationalspieler Tasci, der an einer Oberschenkelverhärtung laboriert, auf einen Einsatz am Wochenende gegen Schalke 04.

Verletzte Stürmer im Revier - Naldo wieder im Training

DFB-Pokalsieger Schalke 04 und Borussia Dortmund fehlen dagegen definitiv wichtige Eckpfeiler beim ersten Kräftemessen. Meister Dortmund muss das Eröffnungsspiel am Freitag gegen den Hamburger SV ohne Lucas Barrios bestreiten. Der Angreifer hatte sich bei der Copa America einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Die gleiche Verletzung erlitt Schalkes Flügelstürmer Jefferson Farfan in der Vorbereitung auf die Südamerikameisterschaft. Bei Vize-Meister Leverkusen fehlt Nationaltorhüter Rene Adler nach einer Knieoperation.

Naldo, den ein Knochenödem die komplette Vorsaison kostete, und Nationalspieler Per Mertesacker von Werder Bremen sind dagegen nach ihren mehrmonatigen Verletzungen wieder in das Training eingestiegen. "Es hat großen Spaß gemacht und war ein super Gefühl, nach so langer Zeit wieder mitzuspielen", sagte Naldo.

"Neuzugang" Kagawa meldet sich zurück

Einer überstürzten Rückkehr in die Startformation schob Trainer Thomas Schaaf aber einen Riegel vor. "Wir wollen ihn nicht unnötig unter Druck setzten", sagte der 50-Jährige. Wie Mertesacker, der nach an einer hartnäckigen Fersenverletzung seinem Comeback entgegenfiebert, ist der Peruaner Claudio Pizarro wieder am Ball. Der Stürmer, mit 142 Toren der erfolgreichste ausländische Torschütze der Bundesliga, erlitt im Vorfeld der Copa America ein Innenbandriss im rechten Knie.

Einen Schritt weiter ist Dortmunds Shinji Kagawa. Nachdem der Japaner nach einem Mittelfußbruch nahezu die komplette Rückserie ausfiel, meldete er sich beim 3:0-Sieg im DFB-Pokal beim Drittligisten SV Sandhausen mit einem Tor und einer Vorlage zurück.