Harry Kane auf der Pressekonferenz nach seiner Vertragsverlängerung
Harry Kane auf der Pressekonferenz nach seiner Vertragsverlängerung - © IMAGO/HMB Media/Franz Feiner
Harry Kane auf der Pressekonferenz nach seiner Vertragsverlängerung - © IMAGO/HMB Media/Franz Feiner
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Harry Kane über seine Vertragsverlängerung: "Fühle mich so gut wie noch nie"

Harry Kane hat seinen Vertrag beim FC Bayern vorzeitig bis 2029 verlängert. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag sprach der Engländer unter anderem über seine Beweggründe, seine derzeitige Karrierephase, die Ziele mit dem Rekordmeister und seine Fortschritte beim Deutschlernen.

Harry Kane über ...

... die Vertragsverlängerung allgemein: "Es bedeutet mir persönlich unglaublich viel, um ehrlich zu sein. Ich denke, ihr habt an meinen Leistungen und daran, wie ich mich nach den Spielen in den Mixed Zones äußere, gesehen, dass ich mich hier extrem wohlfühle. Der Wechsel nach München war ein großer Schritt für mich und meine Familie. Wir waren unglaublich beeindruckt davon, wie herzlich wir aufgenommen wurden – nicht nur von den Menschen im Verein, sondern auch von den Fans und allen anderen hier in München."

... den Zeitpunkt seiner Entscheidung zur Vertragverlängerung: "Ehrlich gesagt stand die Entscheidung schon seit längerer Zeit fest. Während der Weltmeisterschaft wollten wir nicht allzu viel darüber sprechen, sondern uns voll und ganz darauf konzentrieren. Als wir zurückkamen und die Gespräche mit allen Beteiligten hier aufgenommen haben, wusste ich bereits, dass ich unterschreiben würde. Es ging nur noch um einige Details. Für mich ist es wichtig, an einem Ort zu sein, an dem ich mich kontinuierlich weiterentwickeln kann. Und es besteht kein Zweifel daran, dass ich dafür hier die besten Voraussetzungen habe. Deshalb war es eine einfache Entscheidung."

... die Rolle von Vincent Kompany: "Ehrlich gesagt haben Vince und ich nicht wirklich über den Vertrag gesprochen. Er war selbst erst vor kurzem noch Spieler und weiß deshalb genau, was in einem Spieler vorgeht. Letztendlich ist Vince ein Trainertyp, der sagt: 'Wenn du nicht hier sein möchtest, dann musst du auch nicht hier sein.' Wir glauben, dass wir auf dem richtigen Weg sind und eine großartige Mannschaft haben. Aber er hat mich zu keinem Zeitpunkt unter Druck gesetzt.

... mögliche Zweifel, bevor er verlängerte: "Wenn wir nicht um die großen Titel mitspielen würden, wenn ich nicht an die Mannschaft glauben würde oder nicht davon überzeugt wäre, dass wir eine Chance auf die größten Trophäen haben, hätte ich mich natürlich möglicherweise nach anderen Möglichkeiten umgesehen, um mich weiterzuentwickeln. Ich befinde mich in einer Phase meiner Karriere, in der ich mich so gut fühle wie noch nie. Ich weiß, dass die kommenden Jahre sehr wichtig für mich sind. Ich bin überzeugt, dass ich mindestens in den nächsten Jahren auf meinem höchsten Niveau spielen werde. Ich glaube an unser Projekt. Deshalb gab es für mich letztendlich nichts mehr zu überlegen."

... mögliche Bedenken vor seinem Wechsel zum FC Bayern: "Wenn ein Verein wie der FC Bayern auf dich zukommt, ist das natürlich erst einmal aufregend. Ich habe mir damals nicht allzu viele Gedanken gemacht. Mir war klar, dass ich mit diesem Verein jedes Jahr um Titel kämpfen würde – in der Champions League, im Pokal und in den anderen Wettbewerben. Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass bei einem Verein wie dem FC Bayern ein großer Druck auf dir lastet, Leistung zu bringen. Und das nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Umgang mit dem Verein und den Fans und beim Aufbau einer Verbindung zu ihnen. Aber ich habe immer an mich geglaubt, egal in welcher Situation."

... den FC Bayern München im Vergleich zu anderen Vereinen: "München selbst ist einfach eine wunderschöne Stadt zum Leben. Meine Familie und ich sind gerne draußen unterwegs. Wenn wir irgendwann etwas älter sind und ich auf diese Zeit zurückblicke, werde ich sehr froh sein, diesen Schritt gemacht zu haben. Denn es wäre für mich einfach gewesen, mein ganzes Leben in England und der Premier League zu bleiben. So bin ich aber aus meiner Komfortzone herausgekommen und habe mir auch in Deutschland und ganz Europa neue Fans erschlossen. Das war für mich definitiv ein großer Gewinn."

... seine weiteren Ziele mit dem FC Bayern: "Wir wollen weiterhin den deutschen Fußball dominieren, die Meisterschaft verteidigen, erneut den Pokal gewinnen und natürlich auch die Champions League holen. Ich bin bis 2029 hier. Natürlich würde ich lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich in dieser Zeit nicht mindestens einmal die Champions League gewinnen möchte. Das ist jetzt die Herausforderung. Der Druck liegt nicht nur auf mir, sondern auf uns als Mannschaft, dieses Ziel zu erreichen. Ich freue mich darauf.

... seine Deutsch-Kenntnisse: "Ich wusste, dass diese Frage kommt. Hoffentlich werde ich in den nächsten drei Jahren mehr lernen als in den ersten drei. Mittlerweile geht es vor allem darum, mehr Selbstvertrauen beim Sprechen zu entwickeln. Ich verstehe inzwischen deutlich mehr als noch zu Beginn und lerne natürlich weiterhin. Ich hoffe also, dass irgendwann – und ich weiß, ich sage das immer wieder – der Zeitpunkt kommt, an dem ich zumindest ein oder zwei Interviews auf Deutsch geben kann. Ich weiß, dass sich die Fans darüber freuen würden und auch alle im Verein. Ich lerne langsam weiter und hoffe, dass wir das schon bald umsetzen können."

... den Einfluss seiner Kinder auf die Entscheidung: "Ehrlich gesagt hatten die Kinder keine Wahl. Ich habe sie gestern überrascht, indem ich sie mit ins Stadion genommen und ihnen dort erzählt habe, dass ich bleiben werde. Ihre Reaktion war typisch für kleine Kinder: Es hat sie nicht wirklich interessiert, zumindest haben sie nicht besonders darauf reagiert. Als ich später noch einmal mit ihnen gesprochen habe, sagten sie aber, dass sie es hier lieben, ihre Schule und ihre Freunde mögen. Sie freuen sich also sehr, dass wir bleiben."

... den Einfluss seiner Frau Kate: "Kate und ich haben natürlich ein wenig darüber gesprochen. Sie weiß, dass ich mich beruflich hier sehr wohlfühle. Nach der Weltmeisterschaft haben wir uns darüber ausgetauscht und ich wusste, dass sie gerne hierbleiben würde. Letztendlich hat sie die Entscheidung mir überlassen. Natürlich ging es auch darum, mit dem Verein zu sprechen und sicherzustellen, dass wir uns auch von dieser Seite aus wohlfühlen. Wir kennen uns gut genug und wissen, dass die Kinder hier glücklich sind. Deshalb war es auch aus dieser Sicht eine einfache Entscheidung."

... seine aktuelle Lebensphase als glücklichste seiner Karriere: "Die Phase, in der ich mich gerade befinde, und auch schon die vergangene Saison gehören zu den schönsten Momenten, die ich bisher erlebt habe – sowohl auf als auch neben dem Platz. Die letzten Wochen waren ziemlich verrückt. Ich bin niemand, der die Aufmerksamkeit sucht, deshalb war das ehrlich gesagt schon ziemlich viel. Ich bin niemand, der in solchen Momenten gleich abhebt. Ich weiß, dass auch wieder schwierigere Zeiten kommen und es immer wieder Situationen geben wird, mit denen man umgehen muss. Deshalb versuche ich wie immer, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben."

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