
HSV gegen Gladbach: Richtungsweisendes Duell im Volkspark
Zum Auftakt des 9. Spieltags treffen mit dem Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach zwei Teams aufeinander, die früh in der Saison jeden Punkt gut gebrauchen können. Für Gladbachs Cheftrainer hat die Partie im Volkspark zudem einen ganz besonderen Reiz.
Wenn der Hamburger SV am Freitagabend (20:30 Uhr) Borussia Mönchengladbach empfängt, treffen zwei Teams mit unterschiedlichen Formkurven aufeinander. Während Hamburg zuletzt drei Pflichtspiele in Folge verlor und aus dem DFB-Pokal ausschied, feierte Gladbach einen Sieg in Stuttgart, zog ins Pokal-Achtelfinale ein und blieb gegen Paderborn ohne Gegentor.
"Im Volksparkstadion herrscht immer eine brutale Stimmung. Im vergangenen Jahr haben gerade die Heimspiele dazu geführt, dass der HSV in der Liga geblieben ist", sagt Fohlen-Cheftrainer Alexander Blessin, der als ehemaliger Trainer des FC St. Pauli natürlich eine besondere Beziehung zur Stadt Hamburg habe.
Seine Mannschaft wolle sich von der Wucht der HSV-Heimspiele jedoch nicht beeindrucken lassen und die eigenen Stärken im Umschaltspiel einbringen. "Wir hatten zuletzt mehrere gute Situationen nach Ballgewinnen, die wir aber sauberer ausspielen müssen. Wenn wir im letzten Drittel präziser werden, kommen wir auch zu mehr Torchancen", so Blessin.

Polzin beeindruckt von Gladbacher "Leidenschaft"
Viel Respekt für den Gegner gibt es auch auf der Gegenseite. "Das Spiel in Stuttgart war sinnbildlich für die Bereitschaft, die sie haben", lobt HSV-Trainer Merlin Polzin den kommenden Gegner Borussia Mönchengladbach. Die Gäste seien eine Mannschaft mit einem "klaren Plan", auf die sich der HSV gut vorbereiten werde.
Ein Faktor könnten dabei auch Standardsituationen werden. Hamburg erzielte drei seiner sieben Saisontore nach ruhenden Bällen, während Gladbach bereits fünf Gegentreffer nach Standards kassierte (ligaweiter Höchstwert). Zudem ist der HSV seit fünf Bundesliga-Heimspielen gegen die Borussia ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis).

Die schwächsten Abwehrreihen der Liga
Mit 22 Gegentoren stellt Gladbach die anfälligste Defensive der Liga, der HSV folgt mit 19 Gegentreffern. Die Borussia blieb zuletzt allerdings in zwei Pflichtspielen in Folge ohne Gegentor.
Auf beiden Seiten könnten zuletzt angeschlagene Stammspieler zurückkehren. Bei den Hausherren steht Sebastiaan Bornauw vor der Rückkehr in die Startelf. Die Gäste können eventuell wieder auf Franck Honorat und Kevin Diks zurückgreifen, mussten aber unter der Woche unter anderem den erneuten Ausfall von Nicolas Kühn (Muskelverletzung) hinnehmen.
Bei den Rothosen setzt man unabhängig vom Personal auf das Vertrauen in die eigene Stärke und den Heimvorteil. Polzin sagt dazu: "Unsere Aufgabe ist es, am Freitag zu zeigen, was wir im Volkspark zu leisten imstande sind." Das Ziel sei, "die Punkte hier zu halten".
