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Eine Jubeltraube potenzieller DFB-Kandidaten
Eine Jubeltraube potenzieller DFB-Kandidaten - © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel
Eine Jubeltraube potenzieller DFB-Kandidaten - © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel
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DFB-Kandidaten spielen vor Klopp groß auf

Jürgen Klopp zeigt sich in den ersten Wochen seiner Amtszeit äußerst umtriebig. Zum Auftakt des 2. Spieltags reiste der Bundestrainer nach Stuttgart – und dürfte bei einem "rundum gelungenen Abend" für den VfB mit Blick auf die anstehende Kadernominierung für die Nations League einige neue Erkenntnisse gewonnen haben.

Am 17. September ist es soweit: Dann steht der erste DFB-Kader von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp für die ersten vier Partien der Nations League fest. Viel Zeit bleibt dem 59-Jährigen also nicht mehr, um potenzielle Kandidaten ausfindig zu machen. Die Reise nach Stuttgart dürfte sich für Klopp allerdings mehr als gelohnt haben.

Denn nur eine Woche nach dem verpatzten Ligastart des VfB in München (1:5), bei dem Klopp ebenfalls auf der Tribüne saß, präsentierte sich der VfB als völlig verwandeltes Team. "Wir haben genau das auf den Rasen gebracht, was wir uns vorgenommen hatten. Die Jungs haben intensiv, druckvoll und mit Tempo gespielt", fasste Trainer Sebastian Hoeneß die Leistung seiner Mannschaft zusammen. Eine Mannschaft, in der gleich mehrere DFB-Kandidaten auf sich aufmerksam machten.

Vagnoman empfiehlt sich per Traumtor

So zum Beispiel Josha Vagnoman, den Unglücksraben des Auftaktspiels gegen die Bayern. Fünf Minuten nach dem eigens erzielten Ausgleichstreffer unterlief ihm auf denkbar ärgerliche Weise ein Eigentor. Als wäre das nicht schon bitter genug gewesen, setzte ausgerechnet er gegen den 1. FC Köln die erste Großchance völlig freistehend aus kürzester Distanz an die Unterkante der Latte.

Rückschläge, von denen sich andere womöglich einschüchtern lassen – nicht aber Abwehrkante Vagnoman, der in der 90. Minute den 4:1-Endstand förmlich herbeidonnerte: Sein Volley-Vollspannschuss sauste mit rund 94 Stundenkilometern ins Netz. Gut vorstellbar, dass zu dem Raunen, das nach diesem Traumtor durch das Stadion ging, auch der Bundestrainer seinen Teil beitrug.

Spätestens mit diesem Geniestreich dürfte Klopp seine Liste potenzieller Rechtsverteidiger um einen Namen erweitert haben. Eine Position, über die beim DFB seit Jahren diskutiert wird – und auf der Vagnoman eine Lücke schließen könnte.

Nach Josha Vagnomans Traumtor zum 4:1 schlug sich Grischa Prömel die Hände über dem Kopf zusammen
Nach Josha Vagnomans Traumtor zum 4:1 schlug sich Grischa Prömel die Hände über dem Kopf zusammen - THOMAS KIENZLE

Prömels Beitrag zu einem "rundum gelungenen Abend"

Auch der im Sommer von der TSG Hoffenheim zu Stuttgart gewechselte Grischa Prömel staunte über den Treffer seines Kollegen nicht schlecht und schlug beide Hände über dem Kopf zusammen. Dabei war er es, der eine halbe Stunde zuvor nach Vorlage von Maximilian Mittelstädt mit noch höherer Geschwindigkeit (99,69 km/h) einnetzte.

Über sein Heimspiel-Debüt samt Tor für den VfB sagte der in Stuttgart geborene Mittelfeldmann anschließend: "Schöner hätte ich mir mein erstes Heimspiel nicht vorstellen können. Es ist ein rundum gelungener Abend für uns. Die Leistung war richtig gut. Es hat viel Spaß gemacht auf dem Rasen."

Eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft blieb Prömel bislang verwehrt. Mit seinen knapp 12,7 zurückgelegten Kilometern (Bestwert aller Spieler), seiner Zweikampfstärke (63 Prozent gewonnen) und seiner Torgefahr empfahl sich der 31-Jährige allerdings mehr als deutlich für die DFB-Elf.

Selbstvertrauen für Champions-League-Start getankt

Eine schlechte Nachricht gab es, wenn man so will, aber doch für Klopp: Der zum Man of the Match gewählte Bilal El Khannouss, der nach einem traumhaften Solo das Stuttgarter Führungstor erzielte, ist aufgrund seiner marokkanisch-belgischen Herkunft leider keine Option für die deutsche Nationalmannschaft.

Für die Schwaben hingegen ist das ganz und gar keine schlechte Nachricht – im Gegenteil: Der Zeitpunkt des Kantersiegs hätte für den VfB kaum besser sein können. Denn schon am kommenden Mittwoch startet zu Hause gegen den norwegischen Club Viking Stavanger die neue Champions-League-Saison. Auch dann dürfte Klopp wieder ganz genau hinschauen, wie sich Vagnoman, Prömel und Co. schlagen.

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