
"Mein mutmaßlich letztes Jahr": Schmidt-Abschied beim 1. FC Heidenheim?
Der Abstieg des 1. FC Heidenheim könnte am 31. Spieltag endgültig besiegelt sein. Trotz der sportlichen Misere beim FCH steht Trainer-Urgestein Frank Schmidt nicht zur Disposition. Sein angestammter Platz auf der Heidenheimer Bank könnte allerdings bald trotzdem vakant werden.
Er ist das Trainer-Urgestein schlechthin in der Bundesliga: Seit fast 19 Jahren zeichnet Frank Schmidt für das sportliche Wohl und Wehe beim 1. FC Heidenheim verantwortlich. Mit weitem Abstand ist der 52 Jahre alte Kult-Coach der dienstälteste Übungsleiter aller 36 Bundesliga-Clubs. Die schier unendliche Geschichte des einstigen Spielers bei seinem FCH, den er als Coach sensationell von der Oberliga (!) bis in die Beletage des deutschen Fußballs führte, könnte allerdings bald zu Ende sein.
Und das nicht, weil der Club von der Ostalb derzeit kurz vor dem bitteren Gang in die 2. Bundesliga steht. Sondern, weil sich Frank Schmidt im Sommer 2027 wohl aus freien Stücken aus Heidenheim verabschieden wird. "Ich werde bald in meiner 20. Saison am Stück beim FCH sein, was mein mutmaßlich letztes Jahr als Trainer in Heidenheim ist“, betonte der 52 Jahre alte Kult-Coach im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" vor dem Heimspiel seiner Mannschaft gegen den FC St. Pauli.

"Habe den Antrieb, etwas Gutes zu schaffen"
Schmidts Vertrag bei den Heidenheimern ist noch für die kommende Saison gültig, der Trainer würde dann die 20 Jahre vollmachen. Eine vorzeitige Entscheidung für den FCH wie in früheren Jahren kam für ihn dagegen nicht infrage. "In der Vergangenheit habe ich meinen Vertrag immer frühzeitig langfristig verlängert. So habe ich mich jetzt aber nicht gefühlt", erklärte Schmidt und fügte hinzu: "Es wäre nicht fair von mir gewesen, das Angebot anzunehmen und mir persönlich Sicherheit zu verschaffen."
Angesichts der sportlichen Misere habe der einstige Abwehrspieler auch einen Rücktritt in Erwägung gezogen. "Natürlich habe ich auch mal darüber nachgedacht, aufzuhören. Wenn die sportlichen Ergebnisse fehlen, wäre es komisch, sich nicht selbst zu hinterfragen", so Schmidt: "Wenn die Unterstützung aber vorhanden ist, bin ich keiner, der wegläuft. Weder im Erfolgsfall - was ich hätte tun können, um den nächsten Schritt zu gehen - noch in der aktuellen Situation. Ich habe den Antrieb, kommende Saison in meinem 20. und letzten Vertragsjahr etwas Gutes zu schaffen - was auch immer das dann sein mag."
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