23.01. 19:30
24.01. 14:30
24.01. 14:30
24.01. 14:30
24.01. 14:30
24.01. 14:30
24.01. 17:30
25.01. 14:30
25.01. 16:30
Anzeige
Das 113. Hamburg-Derby endet torlos.
Das 113. Hamburg-Derby endet torlos. - © DFL/Getty Images/Boris Streubel
Das 113. Hamburg-Derby endet torlos. - © DFL/Getty Images/Boris Streubel
bundesliga

Hamburger Derby endet torlos

xwhatsappmailcopy-link

Der FC St. Pauli und Hamburger SV haben sich im Stadtderby am 19. Spieltag der Bundesliga mit einem torlosen 0:0 getrennt. Trotz intensiver Zweikämpfe und einiger Chancen auf beiden Seiten konnten die Torhüter Nikola Vasilj und Daniel Heuer Fernandes ihren Kasten sauber halten.

Ausgerechnet vor dem Hamburger Stadtderby befand sich der FC St. Pauli erstmals seit dem Aufstieg im Sommer 2024 auf dem letzten Tabellenplatz. Mit nur sieben Punkten aus den Heimspielen hofften die Kiezkicker auf einen Befreiungsschlag gegen den Stadtrivalen.

Der HSV hingegen war als einziges Team der Liga noch ohne Auswärtssieg und wollte nach dem 0:2 im Hinspiel Revanche nehmen. Für beide Teams ging es um wichtige Punkte im Abstiegskampf – ein Sieg würde dem Sieger etwas Luft verschaffen.

Früher Rückschlag für den HSV: Alexander Rössing-Lelesiit muss bereits nach 14 Minuten verletzt vom Platz - Stuart Franklin

Intensiver Beginn ohne Durchschlagskraft

Die Partie begann hitzig mit vielen intensiven Zweikämpfen. Bereits nach sieben Minuten sah Adam Dźwigała nach einem rüden Einsteigen gegen Alexander Rössing-Lelesiit die Gelbe Karte. Diese Aktion hatte Folgen: Der HSV-Youngster musste bereits in der 14. Minute verletzungsbedingt durch Fabio Baldé ersetzt werden.

In der 16. Minute reklamierte St. Pauli einen Handelfmeter nach einem Luftzweikampf zwischen Bakery Jatta und James Sands, doch Schiedsrichter Welz ließ weiterspielen. Die beste Szene der ersten Halbzeit hatte Jatta nach einem langen Ball, sein Abschluss wurde jedoch von Nikola Vasilj pariert – ohnehin wäre der Treffer wegen Abseitsstellung nicht gezählt. Kurz vor der Pause hatte Baldé noch eine gute Möglichkeit für den HSV, doch sein Schuss aus der Drehung landete direkt in den Armen von Vasilj.

Sichere Hände: Nikola Vasilj rettet gegen einen Hamburger Kopfball und hält seine Mannschaft im Spiel - DFL/Getty Images/Boris Streubel

Chancen auf beiden Seiten in Halbzeit zwei

Nach dem Seitenwechsel brachte St. Pauli-Coach Alexander Blessin Ricky-Jade Jones für Martijn Kaars, was mehr Tempo in das Spiel der Hausherren brachte. Die beste Chance des Spiels hatte jedoch der HSV: Nach einer Ecke in der 54. Minute köpfte Luka Vušković aus kurzer Distanz, doch Vasilj reagierte glänzend.

Mitte der zweiten Hälfte verstärkten beide Trainer mit Wechseln ihre Offensive. St. Pauli brachte in der 65. Minute Danel Sinani und Kapitän Jackson Irvine, während der HSV drei Minuten später mit Jean-Luc Dompé, Robert Glatzel und Rayan Philippe sein Angriffspotenzial erhöhte.

Die Kiezkicker drängten in der Schlussphase auf den Siegtreffer. Sinani prüfte in der 79. Minute mit einem guten Schuss Daniel Heuer Fernandes, der auch gegen Arkadiusz Pyrka kurz darauf eine Glanzparade zeigte. Trotz der intensiven Bemühungen beider Teams blieb es beim torlosen Unentschieden.

Spieler des Spiels: Luka Vušković

Mit nur 17 Jahren zeigte Luka Vušković eine beeindruckende Leistung im Hamburger Stadtderby. Der kroatische Innenverteidiger strahlte trotz seines jungen Alters enorme Ruhe und Präsenz aus. Er gewann wichtige Zweikämpfe, hatte mit über 125 Ballkontakten die meisten aller Spieler und war bei Standardsituationen auch offensiv gefährlich – sein Kopfball in der 54. Minute war die beste Chance des Spiels. Mit seiner souveränen Defensivarbeit trug er maßgeblich zur Stabilität der HSV-Abwehr bei und wurde völlig verdient mit 68 Prozent der Stimmen zum Spieler des Spiels gewählt.

Bundesliga Match Facts
xGoals: St. Pauli 0,7 - HSV 0,48
Schnellster Spieler: Ricky-Jade Jones (STP), 36,46 km/h
Most Pressed Player: Fabio Baldé (HSV), 14 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Nicolai Remberg (HSV), +3,01

Fantasy Heroes: Luka Vušković (Hamburger SV, 307 Punkte), Miro Muheim (Hamburger SV, 276 Punkte), Daniel Heuer Fernandes (Hamburger SV, 168 Punkte)