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Gedämpfter Jubel nach seinem ersten Bundesliga-Tor für Schalke: Robin Gosens
Gedämpfter Jubel nach seinem ersten Bundesliga-Tor für Schalke: Robin Gosens - © IMAGO/KROEGER/RHR-FOTO
Gedämpfter Jubel nach seinem ersten Bundesliga-Tor für Schalke: Robin Gosens - © IMAGO/KROEGER/RHR-FOTO
bundesliga

Ausgerechnet... Schalke jubelt nach über 1200 Tagen wieder erstklassig!

Lange musste der FC Schalke 04 auf Glücksgefühle in der Bundesliga warten – bis zum Auswärtssieg beim 1. FC Union Berlin zum Start des 3. Spieltags. Nach über 1200 Tagen durfte Königsblau wieder erstklassig jubeln, großen Anteil daran hatten an der Alten Försterei zwei auch beim Gastgeber bekannte Gesichter.

Endlich wieder ein Tor in der Bundesliga, endlich wieder gewonnen in der höchsten deutschen Spielklasse: So nüchtern ließe sich der Abend des FC Schalke 04 in Berlin zusammenfassen. Mit 3:1 (1:0) hatten die "Knappen" verdient an der Alten Försterei gewonnen und konnten durch den Auswärtssieg beim 1. FC Union Berlin den überraschenden Punktgewinn gegen den FC Bayern München aus der Vorwoche noch vergolden.

Für das erste Erfolgserlebnis in der Hauptstadt sorgte dabei jemand, der bei dieser Partie besonders im Fokus stand: Ex-Nationalspieler Robin Gosens, vor der Saison zu seinem Herzensverein Schalke 04 gewechselt, stand in der Saison 2023/24 bei den "Eisernen" unter Vertrag. Rücksicht auf seinen ehemaligen Club nahm der Linksverteidiger aber nur beim Torjubel – mit einer sehenswerten Direktabnahme hatte der 32-Jährige Königsblau an seiner alten Wirkungsstätte in Führung gebracht.

Sehenswert bringt Robin Gosens Schalke an der Alten Försterei in Führung
Sehenswert bringt Robin Gosens Schalke an der Alten Försterei in Führung - IMAGO/Michael Taeger

"Komische Gefühle": Gosens folgt auf Orbán

"Es war sehr besonders für mich. Ich habe sehr viel Respekt vor Union. Auf der anderen Seite war es das erste Tor für Schalke in der Bundesliga. Ich bin Schalke-Fan, Schalke hat mich zum Fußball gebracht. Deswegen waren das komische Gefühle", erklärte Gosens nach der Partie im Sky-Interview. Besonders war das Tor im Übrigen auch für S04, denn nach zwei torlosen Auftritten zum Saisonstart war es der erste königsblaue Bundesliga-Treffer nach 1203 Tagen – am 27. Mai 2023 war es beim letzten Saisonspiel vor dem Abstieg ein Eigentor des Leipzigers Willi Orbán.

Noch länger her lag sogar bis zu diesem Freitagabend an der Alten Försterei der letzte Schalker Sieg in der höchsten deutschen Spielklasse zurück. 1225 Tage mussten die "Knappen" seit dem 3:2-Erfolg in Mainz am 5. Mai 2023 warten, bis endlich wieder drei Punkte auf einen Schlag auf das königsblaue Konto eingezahlt werden konnten. Das hatte sich das Team von Trainer Miron Muslić einmal mehr durch eine taktisch disziplinierte und kämpferisch anspruchsvolle Leistung verdient – wie schon beim Husarenritt gegen die Bayern.

Muslić: "Auf diesen Moment haben wir lange warten müssen"

"Wir sind in der Bundesliga angekommen – schon in der vergangenen Woche gegen die Bayern. Viele haben danach vielleicht gedacht, dass das ein One-Hit-Wonder war. Der Sieg fühlt sich fantastisch an. Auf diesen Moment haben wir als FC Schalke 04 lange warten müssen", schwärmte Schalkes Coach im Anschluss an den ersten Bundesliga-Erfolg nach fast dreieinhalb Jahren. "Wir haben wenig anbrennen lassen", betonte auch Torschütze Gosens und fügte hinzu: "Du brauchst Aufmerksamkeit, Konzentration und Fokus über 95, heute sogar über 100 Minuten. Das haben die Jungs wahnsinnig gut gemacht."

Die Jungs konnten sich aber auch wieder einmal auf die Künste eines weiteren Ex-Unioners verlassen, wenn es für den Aufsteiger doch brenzlig wurde. Loris Karius, in der Saison 2020/21 bei vier Bundesliga-Partien der "Eisernen" zwischen den Pfosten, war erneut der Fels in der königsblauen Brandung. Mit acht Paraden avancierte der Schalker Torwart letztlich zum Matchwinner für S04 – und wurde auch völlig verdient von den Fans zum "Man of the Match" gewählt.

An alter Wirkungsstätte zum Man of the Match gewählt: Loris Karius
An alter Wirkungsstätte zum Man of the Match gewählt: Loris Karius - FC Schalke 04

Das nötige Glück und zwei Ex-Unioner für den Auswärtssieg

"Als Aufsteiger kann man hier nicht alles wegverteidigen", analysierte der Rückhalt der Muslić-Elf und lobte einmal mehr die Einstellung seiner Vorderleute: "Es war ein hart erkämpfter, aber letztlich verdienter Sieg aufgrund der ersten Halbzeit. Wir hätten den Sack auch früher zumachen können. Am Ende mussten wir ordentlich schwitzen, aber wir haben es gut gelöst und das nötige Glück gehabt", so Karius. Das nötige Glück – und zwei ehemalige Unioner, die ausgerechnet an ihrer alten Wirkungsstätte zur Hochform aufliefen.

Thomas Reinscheid

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