
Bayern im Tunnelmodus
Auch wenn das Licht erst am Ende des Tunnels wartet, muss der Weg dorthin nicht dunkel sein. Schon gar nicht, wenn ein Engländer ihn mit Toren und Rekorden erhellt – und der Tunnel ausgerechnet durchs Weserstadion führt.
Die markanten Flutlichtmasten im Bremer Weserstadion strahlten – und machten dem FC Bayern München den Weg ein weiteres Mal leicht:
Mit dem 3:0-Sieg gewannen die Bayern nun die letzten 16 Bundesliga-Gastspiele beim SV Werder Bremen gewonnen – eine Serie, die es in der Bundesliga-Geschichte noch nie zuvor gab. Zudem sind die Münchner seit 20 Auswärtsspielen ungeschlagen (15 Siege, fünf Unentschieden) – die viertlängste Serie aller Zeiten.
"Wir sind in diesem Tunnel. Die Hauptsache ist, dass wir immer weitermarschieren. Wenn die Mannschaft so drauf ist wie jetzt, dann können wir viel gewinnen", gibt Vincent Kompany die Richtung weiter vor.

"Alles ist möglich"
Und der Rekordmeister marschiert: Bereits am 22. Spieltag fiel nun die 80-Tore-Marke – früher als je zuvor in der Vereinsgeschichte. Voran ging einmal mehr besonders einer: Harry Kane. Dritter Doppelpack in Serie gegen Bremen, neunter Elfmeter der Saison (alle 23 Bundesliga-Strafstöße verwandelt) und ein gewaltiger Meilenstein: 500 Tore für Verein und Nationalteam, davon 100 vom Punkt!
Mit 26 Treffern nach 22 Spieltagen stellte der Engländer den Bundesliga-Rekord ein, den zuvor nur Robert Lewandowski hielt. Zudem ist Kane der erste Spieler in der Liga-Geschichte, der in seinen ersten drei Spielzeiten jeweils mindestens 25 Tore erzielte.
"Natürlich macht es mich stolz, 500 Tore erzielt zu haben. Aber es war harte Arbeit", sagte Kane – und weiß zugleich, dass es "noch ein langer Weg" ist. Aktuell ist er der erste Spieler aus Europas Top-10-Ligen, der in dieser Saison mindestens 40 Pflichtspieltoren erzielt hat – nach seinem zweiten Treffer in Bremen stehen nun 41 Tore in 35 Spielen. Mit so einer Quote ist, wie Kane selbst sagt, "alles möglich."

