30.01. 19:30
31.01. 14:30
31.01. 14:30
31.01. 14:30
31.01. 14:30
31.01. 14:30
31.01. 17:30
01.02. 14:30
01.02. 16:30
Anzeige
bundesliga

Mehr als "nur" ein Torjäger: Harry Kane ist ein echter Teamplayer

xwhatsappmailcopy-link

Harry Kane trifft wie am Fließband – und doch wäre es zu kurz gegriffen, ihn auf seine Tore zu reduzieren. Der englische Superstar prägt das Spiel des FC Bayern München als geborener Teamplayer inzwischen in weitaus mehr Facetten.

>>> Welche FCB-Stars hast du in deinem Fantasy-Team?

Würde man Harry Kane dazu auffordern, sich in ein Freundebuch einzutragen, müsste er beim Nennen seiner Hobbys wahrscheinlich nicht allzu lange grübeln. Ganz oben auf der Liste dürfte wohl "Tore schießen" stehen – gemessen daran, wie häufig er eben jene Tätigkeit vollführt und welchen Spaß er dabei augenscheinlich verspürt.

Und so führt der Neuner des FC Bayern München dank seines stark ausgeprägten Torhungers mit acht Treffern nach vier Spieltagen einmal mehr die Torschützenliste an – und übertrifft damit beinahe den Bundesliga-Rekord von Peter Meyer, der in der Saison 1967/68 zum gleichen Zeitpunkt nur ein Tor mehr auf seinem Torekonto verbuchte.

Die Effizienz in Person

Fast schon bedenklich ist dabei seine atemberaubende Effizienz: Zwölf Torschüsse, acht Treffer – niemand in der Bundesliga verwertet Chancen aktuell besser. Nach seinem bereits zweiten Saison-Dreierpack beim 4:1 seiner Bayern bei der TSG Hoffenheim hatte selbst der Gegner lobende Worte für den Ausnahmekönner übrig.

"Man hat wieder gesehen, was für eine Riesenqualität Harry Kane hat", gab Shootingstar Fisnik Asllani zu und fügte hinzu: "In einer Phase, in der Bayern nicht so gut im Spiel war, bekommt er einen Ball und haut ihn rein." Doch damit nicht genug, Asllanis kleine Lobeshymne schließt mit dem Satz: "Da sieht man, was für ein Weltklasse-Stürmer er ist."

Kanes Spielmacherqualitäten

Was den 32-Jährigen so "weltklasse" macht, ist aber nicht nur auf seine Lieblingsbeschäftigung zurückzuführen. Mit durchschnittlich 45 Ballaktionen pro 90 Minuten arbeitet er in dieser Spielzeit stärker für sein Team als in seinen beiden Vorsaisons, und kommt außerdem mit 56 Prozent gewonenen Zweikämpfen auf eine für einen Stürmer ziemlich starke Quote. Auch im Spielaufbau beteiligt sich der Engländer, so lässt er sich zeitweise tief ins Mittelfeld fallen, erobert Bälle und verteilt diese gezielt auf die Flügel.

Sein Handeln im Angriffsdrittel wiederum besteht keineswegs nur aus "plumpem" Toreschießen – auch als Vorbereiter glänzt er: Elf Torschussvorlagen in nur vier Ligaspielen sind ligaweit der zweithöchste Wert, hinzu kommen drei Torvorlagen. Damit beweist Kane, dass er nicht nur vollendet, sondern auch inszeniert – ein Profil, das ihn von vielen klassischen Strafraumstürmern unterscheidet.

Ein echter Teamplayer

Nun kann man noch so viele Statistiken wälzen, letztendlich ist es doch das Toreschießen, das "King Kane" so besonders macht. In historisch schnellem Tempo benötigte der Angreifer nur 67 Bundesliga-Spiele für 70 Tore, fast schon beiläufig knackt er wöchentlich einen Rekord nach dem anderen. So geschehen auch am 4. Spieltag: In Hoffenheim verwandelte er Elfmeter Nummer 16 und 17 – und ist damit der erste Spieler der Bundesliga-Historie, der seine ersten 17 Bundesliga-Strafstöße alle verwandelt hat.

Und doch bleibt Kane selbst nach dem Brechen einer solchen historischen Bestmarke bescheiden. "Es ist schön, wieder getroffen zu haben und der Mannschaft helfen zu können", erklärte er in gewohnt lässiger Art seine eigene Leistung, während andere über ihn Lobeshymnen ausschütteten. Worte, die unterstreichen, was auch die Zahlen belegen: Harry Kane ist mehr als nur ein Torjäger – er ist ein echter Teamplayer.