Ein Quintett von Weltklasse-Format: Die Flügelspieler des FC Bayern - © DFL
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Nach Gnabry-Verlängerung: Volle Flügel-Power für den FC Bayern München!

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Der FC Bayern München erhöht den Konkurrenzkampf auf den Außenbahnen. Superstar Sadio Mane wurde vom FC Liverpool geholt, nun hat Serge Gnabry seinen Vertrag bis 2026 verlängert. Trainer Julian Nagelsmann hat die Quahl der Wahl. Volle Flügel-Power für den Deutschen Rekordmeister!

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Klar, die Verlängerung von Serge Gnabry freut die Fans des FC Bayern München. Oder auch Trainer Julian Nagelsmann. Aber einen ganz besonders: Joshua Kimmich. "Serge ist nicht nur auf dem Platz wichtig für mich, Serge ist mein bester Freund", sagte Kimmich im Juni. Das Bild der Nummer 6 nach dem erfolgreichen Champions-League-Finale 2020 zusammen mit der Nummer 7, Gnabry, als beide auf dem Boden von Lissabon lagen und den Nachthimmel durch den Konfetti-Regen hindurch betrachteten, ging um die Welt.

"Er weiß, was er am FC Bayern hat, wie wichtig es auch ist, dass man jeden Tag eine Truppe hat, mit der es Spaß macht, Fußball zu spielen. Er hat die Chance, um alle Titel mitzuspielen", sagte Kimmich schon in Juni. Durch den langfristigen Verbleib Gnabrys dürften sich die Chancen des FCB auf zukünftige Titel erhöht haben: Bayern ist auf den Flügeln so stark besetzt wie wohl kein anderer Verein in Europa.

Star-Power auf den Außenpositionen

Weltstar Sadio Mane, Turbodribbler Kingsley Coman und dann noch das Triumvirat der deutschen Nationalmannschaft bestehend aus Leroy Sane, Jamal Musiala und eben Gnabry: Als hätte man sich beim Konsolen-Kracher Fifa eine Wunsch-Elf zusammengestellt. Allesamt bestechen sie durch ihre maximal ausgeprägte Technik, einen feinen Abschluss, hohe Geschwindigkeit und die unnachahmlichen Fähigkeiten im Eins-gegen-eins. Dazu kommt auch noch Thomas Müller, der auch schon einige gute Spiele auf der rechten Seite abgeliefert hat.

Bei diesem Überangebot an Top-Stars auf dem Flügel: Wie wird Coach Nagelsmann diesen Konkurrenzkampf managen? Im von den Bayern in der Vergangenheit häufig praktizierten 4-2-3-1 wären auf den klassischen Außenpositionen nominell nur zwei Plätze für die Flügel-Stars übrig. Gleiches gilt theoretisch auch für das 4-3-3. Aber: Mane kann auch im Zentrum als Stürmer agieren, wie er in Liverpool häufig und erfolgreich unter Beweis gestellt hat. Zudem zieht es Youngster Musiala häufig ins Zentrum, wo er sich auch als Sechser, Achter oder Zehner sehr wohl fühlt. Müller ist sowieso keiner festen Position zuzuordnen, hält sich oft im Zentrum und im Strafraum auf. Auch Sane kann auf der Zehn spielen. Oder Gnabry agiert auf der Neun, wie er es schon in der Nationalmannschaft getan hat. Oder, oder, oder: Die Variationsmöglichkeiten scheinen grenzenlos.

Dreierkette mit voller Offensiv-Power

Hier noch eine Möglichkeit: Nagelsmann versammelt einfach das gesamte Offensiv-Potenzial gleichzeitig auf dem Feld. In der vergangenen Saison, beispielsweise beim 3:2 des FCB am 21. Spieltag gegen RB Leipzig, standen Müller, Gnabry, Sane und Coman gleichzeitig in der Startformation. Garniert mit Robert Lewandowski im Sturm. Möglich wurde dies durch eine Dreierkette in der letzten Reihe und den Schienenspielern Gnabry und Coman auf rechts und links. Ab der 63. Minute kam dann noch Musiala als Sechser bzw. Achter neben Kimmich hinzu.

Es ist also theoretisch möglich, dass der FCB seine vollen Flügel-PS auf einmal loslässt und die Gegner dann zahlreichen schwer zu verteidigenden, flexiblen und dynamischen Offensivwellen ausgesetzt werden. "Wenn man viele Offensivspieler auf dem Platz hat, die gerne den Ball am Fuß haben und gerne Tore schießen, wird es schwer für den Gegner", sagte Nagelsmann nach dem Erfolg gegen Leipzig im 3-2-4-1-System.

Egal wer spielt: Es wird schwer für Bayerns Widersacher

Die damalige Aufstellung, also das Abrücken von der meist praktizierten Viererkette, war aber auch dem Ausfall von Alphonso Davies geschuldet, der nun wieder voll im Saft ist und die offensiven wie defensiven Flügel-Optionen nochmals erweitert. Ein Noussair Mazraoui wurde ja auch noch verpflichtet und bot bei Ajax Amsterdam als offensiv ausgerichteter Rechtsverteidiger ansehnliche und torgefährliche Leistungen. Wie man es auch dreht und wendet: Der Kader der Bayern ist sowohl in der Spitze, als auch in der Breite dermaßen gut besetzt, dass es in allen Wettbewerben, für jeden Gegner sehr hart werden wird, diese pure Offensivwucht verteidigen zu wollen.

Zudem haben die Angreifer allesamt langfristige Verträge beim Rekordmeister: Diese Fülle an Stars könnte in den kommenden Jahren zahlreiche Defensiven zum Wackeln bringen. Und Julian Nagelsmann hat auf den Flügeln künftig die Qual der Wahl – Joshua Kimmich wird's freuen.

Champions-League-Sieger, Mannschaftskameraden, beste Freunde: Joshua Kimmich und Serge Gnabry nach dem Triumph von Lissabon 2020 - Peter Schatz/Peter Schatz