
Ismael Saibari soll beim FC Bayern München der nächste Superstar werden
Der FC Bayern München hat Ismael Saibari unter Vertrag genommen. Der Stürmer machte erst unlängst bei der WM mit einem schicken Treffer gegen Brasilien auf sich aufmerksam. Nun soll er beim Rekordmeister durchstarten.
Sollte man mit dem Namen Ismael Saibari noch nicht viel anfangen können, lohnt sich ein Blick in die Zusammenfassung des WM-Spiels Brasilien gegen Marokko. Der Offensivspieler wurde mit einem Traumpass auf die Reise geschickt und vollendete den Angriff mit einem Lupfer über den herausgeeilten Alisson Becker: 1:0 für Marokko.
Dass Brasilien nach einem strammen Schuss von Vinicius Junior noch ausglich, dürfte für Saibari und seine Mannschaft durchaus verschmerzbar gewesen sein. Denn der WM-Vierte von Katar und amtierende Afrika-Meister hat einmal mehr bewiesen, dass er sich vor der Weltelite nicht verstecken muss. Im Sechzehntelfinale verwandelte er zudem den entscheidenden Elfmeter und besiegelte damit das Aus von Titel-Mitfavorit Niederlande.
Saibari absolvierte dabei eine letzte Bewährungsprobe für den FC Bayern München – sofern es eine solche überhaupt noch gebraucht hat. Denn mit dem Namen Ismael Saibari dürfte man schon bald sehr viel anfangen können. Der 25-Jährige hat jedenfalls das Zeug zum nächsten Superstar beim FCB. Trainer Vincent Kompany hält große Stücke auf den Akteur.
Flexible Allzweckwaffe
Offenbar hat es dem Coach des Rekordmeisters die Flexibilität des Angreifers angetan. Der marokkanische Nationalspieler ist eigentlich hinter den Spitzen zu Hause, gestaltet von dort das Spiel, wurde aber in der Vergangenheit auf allen weiteren Offensivpositionen eingesetzt. Und das mit Erfolg. In der Vorsaison erzielte Saibari in 27 Ligaspielen für PSV Eindhoven 15 Tore, bereitete acht weitere vor. Der Offensivspieler strahlt eine beeindruckende Torgefahr aus und das eben nicht nur als Torschütze.
Der 25-Jährige ist kein Dribbler. Doch besonders auffällig sind seine Dynamik, Abschlussstärke und körperliche Präsenz. Aspekte, die Kompany gerne in seinem Offensivspiel sieht. Der im spanischen Terrassa geborene Marokkaner durchlief im Juniorenbereich vor allem belgische Nachwuchsleistungzentren und Teams. Unter anderem auch in Anderlecht, wo Kompany - allerdings später - als Cheftrainer auf sich aufmerksam machte.
Über Genk landete Saibari schließlich bei PSV Eindhoven. In der Spielzeit 2023/24 avancierte er zunehmend zum Stammspieler, entwickelte sich zum Leistungsträger und wurde auch noch Nationalspieler.

Einwechslung für den Weltmeister
Für Marokko kommt Saibari bereits auf 34 Länderspiele und zwölf Tore. In jedem der drei WM-Gruppenspiele war er einmal erfolgreich – dazu kommt das Elfmetertor gegen die Niederlande im Sechzehntelfinale.
Fünf Jahre zuvor gab der damals 20-Jährige übrigens sein Erstligadebüt für PSV Eindhoven. Zwei Minuten vor Spielende wurde der Mittelfeldspieler eingewechselt. Für Mario Götze. Ein Name, den man in Deutschland wohl immer mit der WM in Verbindung bringen wird.
