Bremen- Sowohl in der Bundesliga als auch beim Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) gilt die Regel: Zweikampfstarke Mannschaften sind erfahrungsgemäß im Vorteil. Nur wer die direkten Duell auf dem Spielfeld für sich entscheidet, darf am Ende jubeln.

Wie auch in der realen Fußballwelt, setzten die allermeisten Trainer beim OBM gewöhnlich auf Raumdeckung. Höchstens in wichtigen Partien kehrt man von diesem Prinzip ab. Plötzlich bemerkt man beispielsweise in Europapokal-Begegnungen Akteure, die einem bestimmten Gegenspieler 90 Minuten lang nicht von der Ferse weichen.

Wenn es darauf ankommt, den Gegner auszubremsen, stellen auch beim OBM viele Trainer ihr System auf Manndeckung um. In diesem Fall werden im Match bestimmte Zuordnungen gebildet. Ist die gegnerische Elf im Angriff, übernimmt immer ein derselbe Kicker denselben Gegenspieler – 90 Minuten lang! Beim Duell Mann gegen Mann kommt es auf die Zweikampfstärke an. bundesliga.de verrät, welche Spieler beim OBM in der abgelaufenen Saison die besten Zweikampfwerte vorzuweisen haben.

Zweikampf- und Offensivstark



Mit 60,81 Prozent gewonnener Duelle ist Dortmunds Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek der beste Zweikämpfer des Bundesliga-Mananagerspiels, dabei gilt der polnische Nationalspieler eher als ein offensivstarker Verteidiger. Er avancierte in dieser Spielzeit sogar zum vielleicht besten Rechtsverteidiger der Bundesliga, obwohl der 26-jährige in seiner Zeit bei Hertha BSC noch im Sturm oder im Mittelfeld auf der linken Außenbahn agierte.

Nach dem Wechsel zum BVB 2010 folgte dann unter Klopp die Leistungsexplosion. Lukasz Piszczek eroberte sich nicht nur einen Stammplatz im Meisterteam, sondern wurde zu einem der offensivstärksten Außenverteidiger der Liga. Sieben Vorlagen und erstmals auch vier eigene Treffer trug er zur Titelverteidigung des Meisters bei.

Für seinen Teamkollegen Robert Lewandowski hingegen ist Piszczek schon heute "ein Weltklassespieler". Und auch sein Trainer hat ihm so etwas wie einen Ritterschlag verliehen. Jürgen Klopp sieht "Pischu" auf einer Stufe mit Barcelonas Dani Alves - mindestens: "Alves ist auch permanent in Bewegung, immer in der Offensive - aber er ist defensiv nicht so stark."

Badstuber schiebt sich vor BVB-Duo



Wie in der Bundesliga muss sich der FC Bayern auch in dieser Rangliste mit dem zweiten Platz begnügen, denn Holger Badstuber kommt "nur" auf einen Wert von 60,30 %. Bronze für Mats Hummels mit 59,63 % und Rang vier geht an den zweiten BVB-Innenverteidiger Neven Subotic, der einen Wert von 59,37 % vorweisen kann. Die Top 5 der Zweikämpfer werden komplettiert durch Benedikt Höwedes, der 59,17 % seiner Duelle gewann.


"OBM-Zwillinge" Naldo und Daems



Kopf an Kopf folgen Bremens Naldo und Gladbachs Kapitän Filip Daems auf den Plätzen 6 und 7. Die Quote von Naldo (59,12 ist nur minimal besser als die von Daems (59,07).

Mit nur 22 Gegentoren weist der FC Bayern die beste Bilanz in der abgelaufenen Bundesliga-Saison aus. Einen gewissen Anteil daran haben neben Badstuber sicherlich auch Philipp Lahm und Rafinha, die im Managerspiel zu den zehn besten Zweikämpfern zählen. Zwischen Lahm (8.) und Rafinha (10.) hat sich noch Nürnbergs Philipp Wollscheid gezwängt, den die OBM-Manager in der kommenden Spielzeit bei Bayer Leverkusen finden werden.

Die Top 10 der Abwehrspieler



1. Lukasz Piszczek (Borussia Dortmund) / 60,81 % gewonnene Zweikämpfe
2. Holger Badstuber (FC Bayern/ 60,30 %)
3. Mats Hummels (Borussia Dortmund/ 59,63 %)
4. Neven Subotic (Borussia Dortmund / 59,37 %)
5. Benedikt Höwedes (FC Schalke / 59,17 %)
6. Naldo (Werder Bremen / 59,12 %)
7. Filip Daems (Mönchengladbach/ 59,07 %)
8. Philipp Lahm (FC Bayern / 58,83 %)
9. Philipp Wollscheid (1. FC Nürnberg / 58,57 %)
10. Rafinha (FC Bayern / 58,52 %)


Oliver Mumm