Köln - Dominique Heintz gehört zu den Aufsteigern beim 1. FC Köln. Aus Kaiserslautern in die Domstadt gewechselt sicherte sich der 22-Jährige auf Anhieb einen Stammplatz in der Innenverteidigung. Im Interview mit bundesliga.de spricht der Pfälzer über sein erstes Bundesliga-Halbjahr und seine Pläne für die Winterpause.

bundesliga.de: Dominique Heintz, der FC hat nach der Hinrunde 24 Punkte auf dem Konto. Wie beruhigt geht die Mannschaft nach dem 2:1-Sieg gegen Dortmund in die Winterpause?

Dominique Heintz: Es ist schön, mit einem so geilen Sieg wie dem gegen Borussia Dortmund in die Pause zu gehen. Darauf können wir stolz sein. Wir dürfen uns jetzt nicht auf den 24 Punkten ausruhen, haben uns aber verdient, für zwei Wochen abzuschalten. Nächstes Jahr wird es spannend weitergehen.

bundesliga.de: Wie wichtig war es, dass gegen Dortmund auch die zuvor kritisierten Stürmer Simon Zoller und Anthony Modeste endlich wieder getroffen haben?

Heintz: Die Tore haben ihnen sehr gut getan, das konnte man ja an den Emotionen danach sehen. Es war super, wie sie die Dinger reingehauen haben, erst "Zolli" mit links, dann steht Tony perfekt da und nagelt den Ball mit dem ersten Kontakt ins kurze Eck. Die Tore haben ihnen in den letzten Wochen gefehlt. Auch sie konnten mit einem guten Gefühl in die Pause gehen.

"Es macht einfach Spaß in der Truppe"

bundesliga.de: Wie verrückt ist es, dass der FC gegen Mönchengladbach gewinnt, gegen Schalke, Leverkusen und nun zuletzt gegen Dortmund, aber zuhause nicht die Schlusslichter aus Hannover oder Hoffenheim schlagen kann?

Heintz: Wir haben von den Vereinen oben außer Bayern München und Hertha BSC alle geschlagen. Das ist etwas Außergewöhnliches. Auf der anderen Seite müssen wir gucken, dass wir auch gegen die Gegner aus der unteren Tabellenhälfte etwas mitnehmen. Das müssen wir im nächsten Jahr besser machen. Wenn wir dann noch ein oder zwei Siege mehr holen, haben wir eine sehr gute Runde gespielt. Wir müssen so weitermachen und auch gegen die vermeintlich größeren Mannschaften weiter so gefährlich bleiben.

bundesliga.de: Sie sind vor der Saison aus Kaiserslautern aus der 2. Bundesliga zum FC gekommen, haben alle Punktspiele bestritten und dabei keine Minute verpasst. Hätten Sie gedacht, dass Ihnen die Umstellung auf die Bundesliga so gut gelingen würde?

Heintz: Es ist gelaufen wie im Traum. Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir 24 Punkte nach 17 auf dem Konto haben würden, hätte ich das direkt unterschrieben. Ich bin sehr glücklich darüber, wie es gekommen ist. Ich habe von der ersten bis zur letzten Sekunde alle Spiele bestritten. Das macht mich stolz. Aber ich muss auch der Mannschaft und dem Trainer ein Kompliment machen, weil sie mich so gut aufgenommen haben. So konnte ich mich gut entwickeln. Es macht einfach Spaß in der Truppe. Ich freue mich schon auf die Rückrunde.

"Mein Hund vermisst mich schon"

bundesliga.de: Vor der Rückrunde steht erst einmal die zweiwöchige Pause an. Wie und wo werden Sie die Zeit verbringen?

Heintz: Ich verbringe die nächsten Wochen zuhause in der Heimat bei meiner Familie und meinen Freunden. Ich werde wieder Kraft tanken, bevor es dann im Januar weitergeht. Ich habe immerhin fast das ganze Jahr durchgespielt. Erst Kaiserslautern, dann die U21-EM und nach nur fünf Tagen Urlaub ging es weiter nach Köln. Mein Körper freut sich jetzt sehr, dass er ein bisschen entspannen kann.

bundesliga.de: Machen Sie keinen Abstecher in die Sonne?

Heintz: Nein, ich will die 14 Tage mit meiner Familie in der Pfalz genießen. Ich werde mit meinem Hund viel Gassi gehen, der vermisst mich schon. Ich werde meine Freunde treffen, bei mir in der Wohnung gemeinsam zu Abend essen, ins Kino gehen. Über Fußball wird dann nicht so viel gesprochen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski