Köln/Dubai - Der HSV im Trainingslager in Dubai. Das sind nicht nur lange und anstrengende Tage für die Profis. Auch der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer kommt "eigentlich keinen Tag vor zwei, halb drei ins Bett“. Im Interview mit der vereinseigenen Homepage hsv.de spricht Beiersdorfer über seine Aufgaben und Herausforderungen.

Für Beiersdorfer geht es vor allem darum, die Situation des HSV zu analysieren und auf vielen Ebenen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dafür tauscht sich der 51-Jährige ständig mit anderen Entscheidungsträgern wie den Direktoren Peter Knäbel und Bernhard Peters aus, beobachtet Spieler und Training. "Wir sitzen immer in unterschiedlichen Gruppen und Konstellationen zusammen, sowohl mit dem Sportlenkungskreis, als auch mit den Trainern oder mit dem einen oder anderen Spieler.“

Offensivspieler gesucht

Schon der Blick auf die Tabelle reicht, um eine der größten Baustellen des HSV und Beiersdorfers zu sehen. Neun Tore in 17 Spielen schreien geradezu nach Veränderung. "Es ist ja bekannt, dass wir versuchen, in unserem Offensivbereich noch etwas zu tun“, sagt Beiersdorf, der aber auch um die Tücken der aktuellen Transfersituation weiß: "Das ist nicht so einfach im Wintertransfermarkt. Der ist total unterschiedlich zum Geschehen im Sommer. Wir versuchen das Bestmögliche zu tun, ich kann aber im Moment noch nichts verkünden.“

Umso bedeutender schätzt der Ex-Profi die Arbeit von Cheftrainer Joe Zinnbauer ein. Im Trainingslager könne Zinnbauer der Mannschaft noch mehr seinen eigenen Stempel aufdrücken, was er schon in den Wochen zuvor sehr gut gemacht habe. "Die Rädchen greifen immer besser ineinander und es ist echter Teamgeist da“, sieht Beiersdorfer klare Fortschritte.

Weniger als 100 Prozent reicht nicht

Dass der HSV diese Fortschritte unbedingt machen müsse, um erfolgreich in die Rückrunde zu starten, verdeutlichte Beiersdorfer ausdrücklich. "Wir tun uns schwer, Spiele unter 100 Prozent unserer Leistungsfähigkeit und unseres Einsatzes zu gewinnen. Daraus müssen wir lernen“, so der Vorstandsvorsitzende. Verständlich, denn gegen die ersten drei Gegner 1. FC Köln, SC Paderborn und Hannover 96 holte der HSV in der Hinrunde nur einen einzigen Punkt.