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Leitete das Länderspiel zwischen Deutschland und Finnland: Matheus Delgado Candançan
Leitete das Länderspiel zwischen Deutschland und Finnland: Matheus Delgado Candançan - © IMAGO/Markus Ulmer
Leitete das Länderspiel zwischen Deutschland und Finnland: Matheus Delgado Candançan - © IMAGO/Markus Ulmer
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Diese neuen Regeln gelten ab der WM 2026

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Wie bereits zu Jahresbeginn bekannt wurde, gelten bei der anstehenden Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA einige neue Regeln.

Wer den souveränen 4:0-Erfolg der DFB-Auswahl gegen Finnland aufmerksam verfolgte, dem dürfte hin und wieder ein wild gestikulierender Matheus Delgado Candançan aufgefallen sein. Der brasilianische Schiedsrichter leitete den vorletzten WM-Test der Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann – und setzte die neuen Regeln bereits konsequent um.

So forderte er nach einer knappen Viertelstunde eine schnellere Ausführung eines Einwurfs der Finnen und zeigte mit der Hand einen Fünf-Sekunden-Countdown an. Auch bei Abschlägen und Abwürfen der Torhüter darf es ab sofort nicht länger dauern. 

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Generalprobe geglückt

Und auch Auswechslungen und Verletzungspausen sollen beschleunigt werden: Verlässt ein ausgewechselter Spieler das Spielfeld nicht innerhalb von zehn Sekunden, darf sein Ersatz erst nach einer Minute aufs Feld. Gleiches gilt für Spieler, die auf dem Platz behandelt wurden: Sie dürfen erst nach Ablauf einer Minute zurückkehren. In beiden Fällen muss die betroffene Mannschaft die Wartezeit in Unterzahl überbrücken.

Einige Neuerungen wurden bereits vor Turnierstart umgesetzt – und beschleunigten das Spiel spürbar. Genau das – weniger Zeitspiel und mehr Spielfluss – ist der Zweck dieser Änderungen. Die Änderungen werden nach der WM auch in der Bundesliga umgesetzt.

Bei allen Beschleunigungen soll es bei der WM aber auch mehr Zeit zum Durchschnaufen geben. Bei allen Partien wird es pro Halbzeit nach rund 22 gespielten Minuten eine dreiminütige Trinkpause geben – unabhängig vom Spielort und den klimatischen Bedingungen.

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Neue Maßnahme im "Kampf gegen Rassismus"

Doch damit nicht genug der Strafen für mögliche Vergehen: Wenn ein Spieler während einer Auseinandersetzung absichtlich seinen Mund mit der Hand verdeckt, um das Gesagte für Lippenleser unzugänglich zu machen, wird dies künftig mit einer Roten Karte geahndet. Laut FIFA-Präsident Gianni Infantino sei dies eine Maßnahme, "die wir ergreifen müssen, wenn wir es mit unserem Kampf gegen Rassismus ernst meinen."

Ein Vorfall im Finale des Afrika-Cups führte zu einer weiteren Regelanpassung: Spieler, die aus Protest gegen Schiedsrichterentscheidungen das Spielfeld verlassen, sehen künftig die Rote Karte. Dasselbe gilt für Trainer und Offizielle, die dazu ermutigen.

Auch bei Sperren gibt es Neuerungen: Gelbe Karten werden nicht mehr nur nach dem Viertelfinale gestrichen, sondern bereits nach der Gruppenphase. Erhält ein Spieler also entweder in zwei der drei Gruppenspiele oder zweimal zwischen Sechzehntel- und Viertelfinale eine Verwarnung, ist er für das folgende Spiel gesperrt.

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Mehr Befugnisse für den VAR

Für noch mehr Gerechtigkeit erhält zudem der Video-Schiedsrichter neue Befugnisse. So darf er einen durch eine zweite Gelbe Karte verursachten Platzverweis überprüfen und den Schiedsrichter im Falle einer Fehlentscheidung bitten, seine Entscheidung zu überdenken.

Begeht der Referee bei der ersten Gelben Karte eines Spielers einen Fehler – etwa wenn er sie dem falschen Spieler oder gar der falschen Mannschaft zuordnet –, darf der VAR ebenfalls eingreifen. Hinzu kommt die Überprüfung von ruhenden Bällen, die zu einem Torerfolg führten. In einem solchen Fall kann der Video-Schiedsrichter ebenfalls um eine Korrektur bitten. 

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