München - Was haben Marc Stendera, Oka Nikolov, Naldo, Yohandry Orozco gemeinsam? Sie vereinen je ein Extrem der abgelaufenen Spielzeit auf sich. Stendera ist der jüngste, Nikolov der älteste, Naldo der größte und Orozco der kleinste Spieler der Saison.

Wer am häufigsten gespielt hat, welches Team am häufigsten gewechselt hat - die Extreme der Jubiläumsspielzeit hat bundesliga.de für Sie kompakt zusammengefasst.

Jung und alt

Die Namen Marc Stendera (Eintracht Frankfurt), Max Meyer (FC Schalke 04) und Niklas Süle (1899 Hoffenheim) stehen stellvertretend für einen Trend, der positiv auf die Zukunft des deutschen Fußballs und der Bundesliga blicken lässt. Stendera, Meyer und Süle sind die drei jüngsten Spieler, die in der abgelaufenen Saison eingesetzt wurden. Stendera war genau 17 Jahre, drei Monate und 27 Tage alt. Mit Oka Nikolov und Stendera stellte die Eintracht sowohl den ältesten als auch den jüngsten Akteur. Maximilian Arnold war der jüngste Spieler, dem ein Treffer gelang, Timmy Simons vom FCN der älteste.

Groß und klein

1,98 Meter, knallharter Innenverteidiger, großartiger Kopfballspieler: Das ist Ronaldo Aparecido Rodrigues - oder kurz: Naldo. Mit sechs Toren ist der Wolfsburger Defensivspezialist nicht nur der torgefährlichste Verteidiger der abgelaufenen Saison, sondern - zusammen mit Jannik Vestergaard und Lars Unnerstall - auch der größte Akteur, der 2012/2013 zum Einsatz kam. Ihm gegenüber steht sein Teamkollege Yohandry Orozco, der mit nur 1,62 Metern kleinster Spieler war.

Dauerbrenner

In der Saison 2012/2013 gab es keinen einzigen Feldspieler, der für sein Team alle möglichen 3.060 Minuten auf dem Platz stand. Einzig die Torhüter Sven Ulreich (VfB Stuttgart), Ron-Robert Zieler (Hannover 96), Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), Oliver Baumann (SC Freiburg) und Sebastian Mielitz (SV Werder Bremen) fehlten ihren Teams zu keinem Zeitpunkt. In der Spielzeit 2010/2011 gab es hingegen noch sechs Akteure, die alle 34. Spiele über die volle Distanz absolvierten. Mit insgesamt 3.034 Minuten war Heiko Westermann (Foto) vom HSV der Feldspieler mit der längsten Einsatzzeit.

Wechselkönige

1899 Hoffenheim setzte in der abgelaufenen Spielzeit insgesamt 33 Spieler ein, Absteiger Greuther Fürth 32. Damit liegen die beiden Teams weit über dem Schnitt der anderen Teams, bei denen im Mittel etwa 26 Akteure zum Einsatz kamen. Historisch reicht der Wert der TSG aber nicht an die Top-Marke heran: Wolfsburg ließ in der Saison 2011/2012 unter Trainer Felix Magth gleich 36 Spieler in einem Bundesligaspiel gegen den Ball treten. Interessant zu beobachten war zudem, dass der FC Augsburg das einzige Team war, das alle 102 Wechselmöglichkeiten ausschöpfte (Foto: © Imago). Werder Bremen tauschte im Vergleich dazu "nur" 86 Mal aus.

Sebastian Dirschl