München - Ein wesentlicher Faktor für Bayerns Aufschwung war das Geschenk, das das Internationale Olympische Komitee der Stadt München machte: 1972 fand Olympia an der Isar statt, auf dem Oberwiesenfeld entstand ein gigantisches Stadion. Am 28. Juni 1972 konnten die Bayern, die sich zuvor mit 1860 das kleine Grünwalder Stadion teilten, unter das Zeltdach ziehen. Gleich bei der Premiere, einem 5:1 gegen Schalke, wurden sie Meister.

Für die Prämien und Gehälter wollte der Vorstand eigentlich einen 500.000 D-Mark-Kredit aufnehmen, doch weil der Umzug schon an diesem Tag stattfinden durfte, war das unnötig. Erstmals verbuchten die Bayern eine Millionen-Einnahme, denn 80.000 Zuschauer füllten die Kassen. Nur Berlin hatte damals ein größeres Stadion, aber keine große Mannschaft. Die hatte Borussia Mönchengladbach, der gegenüber das Olympia-Stadion ein ungeheurer Wettbewerbs-Vorteil war, den die Bayern bis 2005 nutzten.

Dass keiner der Welt-Stars der Siebziger den Club verließ, lag auch daran, dass dieser höhere Prämien und Gehälter als andere zahlen konnte. "Das war ein wichtiger Punkt für die weiteren Erfolge des FC Bayern", sagte Beckenbauer. Erst als das weitläufige Stadion in Zeiten von reinen Fußball-Arenen aus der Mode kam, bezogen die Münchner 2005 ihr eigenes Stadion - die Allianz Arena. Sie ist seit Januar 2007 stets ausverkauft.

 

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