Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH hat den professionellen Ausbau der Fanarbeit durch die Herausgabe einer neuen Publikation vorangetrieben. Holger Hieronymus, Geschäftsführer Spielbetrieb der DFL, präsentierte die 88-seitige Ausgabe "Fanarbeit 2010 - Handbuch für Fanbeauftragte" den Fanbeauftragten der Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga.

"Mit dieser Publikation möchte die DFL ein Fundament legen für eine zeitgemäße Betreuung der Fans. Es ist ein weiterer Eckpfeiler für den Dialog und das gute Miteinander zwischen den Clubs und ihren Anhängern. Es enthält die erforderlichen Standards für eine zeitgemäße Betreuung und Arbeit mit den Fans und ist als nächste Stufe der Qualifizierung und Professionalisierung in diesem Bereich zu sehen", sagte Hieronymus in der Frankfurter DFL-Geschäftsstelle.

Idee entstand schon 2006

Die Idee, ein solches Handbuch zu verfassen, entstand bereits im Jahr 2006. Thomas Schneider, Koordinator Fanangelegenheiten der DFL, hatte sich mit den Fanbeauftragten der Vereine zur "Zukunftswerkstatt Fanbeauftragte" versammelt, um das Berufsbild eines Fanbeauftragten genauer zu definieren: Welche Anforderungen verlangt diese Aufgabe oder welche Qualifikationen werden erwartet?

In Zusammenarbeit mit den drei Sprechern der Fanbeauftragten Ralph Klenk (VfB Stuttgart), Thomas Weinmann (Borussia Mönchengladbach) und Rainer Mendel (1. FC Köln) wurden Inhalte besprochen und festgelegt. Für die redaktionelle Umsetzung zeichnete neben Schneider auch sein DFL-Kollege Marco Rühmann verantwortlich.

Rühmann: "Das Handbuch war ein sehr aufwändiges Projekt. Ich denke, dass wir nun durch diese Publikation eine weitere Qualitätsstufe in der Fanarbeit der Bundesligaclubs erreicht haben."

"Fanbeauftragten kommt ganz besondere Bedeutung zu"

Thomas Schneider betonte im Rahmen der Vorstellung des Handbuchs noch einmal, welch großen Stellenwert die Arbeit der Fanbeauftragten habe und welche gemeinsame Aufgaben künftig zu bewältigen seien: "Die inzwischen über anderthalb Jahrzehnte lange Praxis einer angemessenen Fanbetreuung durch die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga rückt verstärkt in die öffentliche Aufmerksamkeit - auch europaweit.

Gemeinsames Ziel von Fans und Clubs muss immer ein Dialog sein, der zugleich eine belastbare Kommunikation darstellt, das heißt, auch Konflikten standhält. An der spannungsreichen Schnittstelle zwischen Fans und Clubs kommt den Fanbeauftragten eine ganz besondere Bedeutung zu, die zur Zeit, als diese Position "erfunden" wurde, sicherlich noch nicht in so umfassender Weise gesehen werden konnte."