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- © Oliver Hardt/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
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Der Strafraum beim Fußball: Maße und wichtige Infos

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Der Strafraum beim Fußball ist auch bekannt als "Sechzehner", denn er hat einen Abstand von genau 16,50 Metern zur Torlinie bzw. zum Tor. Markiert wird die rechteckige Fläche durch entsprechende Linien, die parallel zur Torlinie verlaufen bzw. sich in das Spielfeld hinein erstrecken. Innerhalb des Strafraums befinden sich der Torraum und der Strafstoßpunkt für den Elfmeter.

Woher kommt der Name Strafraum?

Aktionen im Strafraum bedeuten Hochspannung für alle Akteure auf dem Platz und werden mit steigendem Lautstärkepegel der Fans in den Stadien begleitet. Die Situationen in diesem Raum haben eine besondere Brisanz, denn die meisten Tore werden aus dem Strafraum heraus erzielt – und es gelten besonders strenge Sanktionen bei Fouls oder beim Handspiel darin. Daher rührt auch der Name "Strafraum" – ein Raum, in dem es häufig zu Strafen kommt. Das kann über einen Elfmeter hinaus sogar so weit gehen, dass der Schiedsrichter die Gelbe Karte oder die Rote Karte zückt und damit Spieler verwarnt oder des Platzes verweist – was natürlich auch außerhalb des Strafraums passieren kann.

Welche Maße hat der Strafraum?

Der Strafraum oder 16-Meter-Raum ist – wie der Name schon sagt – 16,50 Meter lang und 40,32 Meter breit. Seine Fläche beträgt dementsprechend 665,28 Quadratmeter. Die zur Markierung genutzten Linien auf dem Spielfeld dürfen eine Breite von 12 Zentimetern laut FIFA-Reglement nicht überschreiten.

Der Torraum befindet sich innerhalb des Strafraums. Er ist 18,28 Meter lang und 5,50 Meter breit.

Der Strafraum und der Torwart

Der Strafraum ist der einzige Bereich, in dem der Torhüter den Ball mit der Hand berühren und aufnehmen darf. Berührt der Torwart den Ball außerhalb des Strafraumes mit den Händen, wird das mit einer Roten Karte geahndet. Zusätzlich hat der Torhüter einen besonderen Schutz, wenn er den Ball innerhalb des Torraumes festhält – er darf dann nicht von einem gegnerischen Spieler angegriffen werden.

Sanktionen bei Regelverletzungen im Strafraum

Regelverletzungen im Strafraum ahndet der Schiedsrichter besonders streng, weil die Gegend rund um das gegnerische Tor so gefährlich ist. Folgende Strafen bzw. Regeln treffen bei Fouls im Strafraum zu:

  • Bei einem Foul eines Verteidigers gegen einen Angreifer im eigenen Strafraum oder beim Handspiel des Verteidigers wird statt eines direkten Freistoßes ein Strafstoß erteilt.
  • Nach einem Abstoß oder Freistoß im eigenen Strafraum ist der Ball erst wieder im Spiel, nachdem er mit dem Fuß gespielt wurde und sich bewegt. Davor darf der Ball von keinem Spieler angenommen werden. Spieler des gegnerischen Teams dürfen sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht im Strafraum aufhalten oder ihn betreten. Der Abstoß oder Freistoß muss wiederholt werden, sollte der Ball dabei über die Torlinie gelangen.
  • Der Torwart darf den Ball im eigenen Strafraum mit den Händen aufnehmen, solange er ihn nicht aus einem Rückpass erhalten hat. Nimmt der Torwart einen Rückpass eines eigenen Spielers auf, gibt es einen indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft.

Was bedeutet der Halbkreis vor dem Strafraum?

Viele Fußballfans fragen sich, wofür der Halbkreis vor dem Strafraum gut ist. Die korrekte Bezeichnung lautet "Teilkreis am Strafraum". Streng genommen gehört der Teilkreis nicht zum Strafraum, sondern grenzt lediglich daran an. Er dient der Kenntlichmachung des Abstands von 9,15 Metern zum Elfmeterpunkt, der von allen unbeteiligten Spielern bei einem Strafstoß unbedingt eingehalten werden muss.

Gerd Müller – Champion des Strafraums

Einer, der den Strafraum wie kein Zweiter für sich zu nutzen wusste, war der deutsche Fußball-Profi Gerd Müller. Der "Bomber der Nation" erzielte 365 Tore in 427 Spielen und ist bis heute unangefochtener Rekord-Torschütze der Fußball-Bundesliga. Seine geniale Technik zeichnete sich durch intelligente Laufwege und einen hervorragenden Torinstinkt aus. Das Resultat: perfekte Abschlusspositionen im gegnerischen Strafraum und viele Torerfolge aus kurzer Distanz. Besonders berüchtigt waren Müllers Abschlüsse aus der Drehung heraus, mit denen er die Schüsse unhaltbar in den Ecken des Tores platzierte.

Ein wenig Strafraum-Geschichte

Früher war der Strafraum noch nicht rechteckig, sondern hatte die Form eines Halbkreises. Erst im Jahr 1902 wurde die uns bekannte Form eingeführt. Das Handspiel ist dem Torwart seit dem Jahr 1903 nur noch im eigenen Strafraum gestattet. Davor durfte der Keeper in der gesamten eigenen Spielhälfte den Ball mit den Händen spielen.