Zusammenfassung

  • Davy Klaassen ist seit seinem Wechsel nach Bremen im Mittelfeld gesetzt

  • Der Niederländer erzielte gegen Wolfsburg sein zweites Bundesligator

  • Im Interview spricht er über Euphorie an der Weser und nennt klar seine Ziele

Bremen - Er war im Sommer der Königstransfer des SV Werder Bremen. Davy Klaassen wechselte vom FC Everton in die Bundesliga. Der niederländische Nationalspieler ist im Mittelfeld direkt eine absolute Schlüsselfigur und stand in den sieben Bundesligaspielen bisher fast über die komplette Spielzeit auf dem Platz (gegen Wolfsburg wurde er in der 89. Minute ausgewechselt). Zum Auftakt des 7. Spieltag schoss er bei Werders 2:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg sein zweites Bundesligator. Danach sprach der 25-Jährige im Interview über seinen starken Start und den des Teams sowie seine Ziele mit den Grün-Weißen.

Frage: Herr Klaassen, wie wertvoll war dieser Sieg vor der Länderspielpause?

Davy Klaassen: Sehr wichtig. Es war insgesamt aber kein perfektes Spiel von uns. In den ersten 30 Minuten hatten wir keinen richtigen Zugriff auf das Spiel. Nach meinem Tor lief es dann etwas besser. Wichtig war auch das 2:0 kurz vor dem Ende. Es war kein Spiel, in dem wir die klar bessere Mannschaft waren und ganz viele Chancen kreiert haben.

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Frage: Warum hatten sie diese Probleme?

Klaassen: Wolfsburg hat eben auch eine sehr gute Mannschaft. Sie standen sehr kompakt. Es ist schwierig, sich da durchzuspielen. Letztendlich aber sind wir einfach froh, dass wir das Spiel gewonnen haben.

Frage: Wie haben Sie ihr Tor erlebt?

Klaassen: Der Ball gelangte per Flanke in den Strafraum. Ein Gegenspieler war noch dran. Der Ball hatte eine gute Höhe für mich. Das hat es mir einfach gemacht, den Ball ins Tor zu schießen. Mein Opa war heute im Stadion. Daher war das Tor für ihn, aber auch für die Mannschaft und den gesamten Verein. Alle spüren nun diese Euphorie.

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Frage: Wie haben Sie das zweite Tor von Johannes Eggestein gesehen?

Klaassen: Das war ein richtig guter Pass von Claudio Pizarro. Und Jojo (Johannes Eggestein, Anm.d.Red.) ist einen guten Weg gelaufen und hat super geschossen. Beide wurden eingewechselt und haben sofort für Bewegung gesorgt. Genau das brauchen wir. Wir brauchen mehr als elf Spieler.

Frage: Nun stehen Sie zumindest bis zum späten Samstagnachmittag auf dem 2. Tabellenplatz. Wie fühlt sich das an?

Klaassen: Es ist schön, dass wir jetzt da stehen, wo wir stehen. Jetzt können wir ganz in Ruhe schauen, wie sich die anderen Teams schlagen. Nun ist erst einmal Länderspielpause und wir sind in der Tabelle oben dabei. Das ist ein schönes Gefühl.

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Frage: Wovon darf Werder Bremen nun träumen? Kann der Verein dort oben bleiben?

Klaassen: Natürlich können wir da oben bleiben. Das ist zwar nicht so einfach. Aber wir wollen nach Europa. Jedes Spiel ist wichtig für uns.

Frage: Und wie wird nun der 40. Geburtstag von Claudio Pizarro nachgefeiert? Sind Sie bei der Party in München dabei?

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Klaassen: (lacht) Nein, er feiert mit seiner Familie und ich bleibe bei meiner Familie. Ich wünsche ihm viel Spaß.

Frage: Hat er bereits sein Geschenk von der Mannschaft bekommen?

Klaassen: Ja, das hat er. Aber was er bekommen hat, müssen sie ihn selber fragen. Das wird nicht verraten. (lacht)  

Aus Bremen berichtet Oliver Jensen