Köln - Im Januar 2014 rief der Ligaverband den "Pool zur Förderung innovativer Fan und Fußballkultur", kurz PFiFF, ins Leben. Damit intensivierten Ligaverband und die DFL Deutsche Fußball Liga, die mit der Umsetzung der Maßnahmen betraut ist, ihre Aktivitäten zur Stärkung der Fußballkultur und zur präventiven Fanarbeit.

Mit einem Etat von 500.000 Euro pro Saison fördert PFiFF seit der Spielzeit 2014/15 vor allem Projekte, die zu Prävention und Sicherheit rund um den Fußball beitragen. Zum Beispiel Dialog-Foren zwischen Fans, Polizei und Clubs. So wird eine positive Fankultur und die Selbstregulierung der Fanszenen unterstützt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Verhältnis Fans und Polizei.

Bis zu 50.000 Euro für einzelne Projekte

Seitdem sind viele Ideen durch die Hilfe von PFiFF verwirklicht worden. Fanprojekte, unabhängige Fanorganisationen, Vereine sowie andere Initiativen mit einem thematischen Bezug können beim Ligaverband schriftlich Fördergelder beantragen. Die Höchstsumme für ein einzelnes Projekt innerhalb einer Förderperiode beträgt 50.000 Euro.

Ein wichtiger Aspekt von PFiFF ist der Netzwerkgedanke. Voraussetzung für eine Förderung ist der Zusammenschluss mit verschiedenen regionalen Partnern und die Unterstützung des Projekts durch einen Club der Bundesliga oder 2. Bundesliga. Mindestens 20 Prozent der Gesamtfinanzierung muss durch Eigenmittel erbracht werden.

Externe Partner unterstützen die DFL

Eingereichte Anträge werden von den unabhängigen Kooperationseinrichtungen Fachhochschule Potsdam sowie der Gesellschaft Demokratische Kultur begutachtet. Diese liefern der DFL, die abschließend über die Anträge entscheidet, eine Einschätzung. Das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen und der Nationale Ausschuss Sport und Sicherheit (NASS) begleiten die Förderentscheidung in beratender Funktion. Wird der Antrag bewilligt, übernimmt die Fachhochschule Potsdam die Evaluation und begleitet die Projekte bis zum Abschluss.

PFiFF war ursprünglich bis zum Ende der Saison 2016/17 befristet, wird aber aufgrund der großen Resonanz und den vielen erfolgreichen Projekten – wie beispielsweise der Faninitiative "Augsburg Calling" oder dem Braunschweiger "Aktionsjahr für Toleranz, Vielfalt und Respekt" – auch in den kommenden Spielzeiten fortgeführt. Die Abteilung Fanangelegenheiten der DFL freut sich auf viele kreative Ideen und neue Anträge.

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