
Daniel Thioune stellt sich vor: "Wenn die Raute anruft, ist es ein No-Brainer"
Die erste Trainingseinheit hat Daniel Thioune mit seiner neuen Mannschaft schon absolviert. Jetzt konnte er sich auch offiziell vorstellen – bundesliga.de sammelt die Aussagen des neuen Trainers des SV Werder Bremen.
...über seine Entscheidung: "Wenn die Raute anruft, wenn die Raute dann auch meine Telefonnummer wählt und am Ende des Tages dann Clemens Fritz am Apparat ist und ich die Chance habe, natürlich auch eine dann auch sehr gute Mannschaft übernehmen zu dürfen, weil ich bin definitiv von der Qualität dieser Mannschaft überzeugt. Dann ist es definitiv ein No-Brainer, dann muss man nicht lange darüber nachdenken. Ich habe ja nie einen Hehl daraus gemacht, dass das Premium-Produkt Bundesliga ein Ziel von mir ist."
...über die anspruchsvolle Aufgabe: "Ich glaube, dass ich in den letzten Jahren sehr, sehr hart dafür gearbeitet habe, dass ich mich so breit aufgestellt habe, dass ich in anspruchsvollen Situationen anspruchsvolle Aufgaben auch übernommen habe. Und ein Stück weit ist diese Aufgabe ja auch anspruchsvoll, aber man wächst ja auch nur an seinen Aufgaben und es ist ein Match."
...über den Druck: "Ich habe alle Spiele gesehen in den letzten Wochen. Das, was ich gesehen habe, war in dem Fall nie so, dass man dann doch als verdienter Verlierer oder mit einem Unentschieden vom Platz gegangen ist, sondern dass man einfach Momente verpasst hat, das Spiel auch auf seine Seite zu ziehen. Und wenn man zehn Spiele am Stück nicht gewinnt, dann kann man sich sicher sein, dass man sich dann in der unteren Tabellenregion wiederfindet. Da stehen wir jetzt aktuell und deswegen ist die Aufgabe anspruchsvoll, aber Sie können sich sicher sein, solange noch drei im Rücken sind, ist es ganz gut."

Thioune: "Der richtige Trainer am richtigen Ort"
...über seinen Ansatz: "Ein Stück weit ist es ja offensichtlich gewesen, dass wir in den letzten Wochen keine Tore geschossen haben und verdammt viel bekommen haben. Das spiegelt sich dann ein bisschen in dem Torverhältnis wieder und entsprechend natürlich auch in der Tabelle. Ich glaube, was offensichtlich ist, dass wir viele Momente im Umschaltspiel haben und viele Momente dann aber auch nicht final so gut zu Ende gespielt haben. Das ist etwas, was uns in der Gegenrichtung auch ein bisschen belastet hat in den letzten Wochen. Viele Umschaltmomente, Gegner wird torgefährlich, Gegner erzielt Tore, wir lassen ein bisschen was liegen, wir haben viel Ballbesitz. Ballbesitz ist dann definitiv auch nur gefährlich in dem letzten Drittel und das ist etwas, wo man die Jungs wieder ein bisschen hinbringen muss."
...über seine entscheidenden Erfahrungswerte: "Ich bin sehr breit aufgestellt. Ich scheue mich vor keiner Aufgabe. Traditionsvereine mit einem vielleicht auch etwas anspruchsvollen Umfeld, vielleicht auch etwas unruhig. Und da gilt es ja ein bisschen, die Balance einfach auch zu halten. Ich habe die Überzeugung, dass ich der richtige Trainer am richtigen Ort bin und dass es dazu führen wird, dass wir am Ende der Saison nicht nur drei Mannschaften hinter uns lassen, sondern vielleicht in den letzten 14 Spielen einfach zeigen können, dass deutlich mehr in dieser Mannschaft steckt, weil das hat sie in den letzten Wochen immer mal wieder angedeutet, das Finale nur nicht zu Ende gebracht."
...über seine Verbindungen als Osnabrücker zum SVW: "Ich bin Niedersachse als Kind des Nordens und das seit über 50 Jahren jetzt einfach schon. Der hat in der Vergangenheit natürlich sehr viele Berührungspunkte im Norden gehabt. Als Spieler durfte ich dann auch Schleswig-Holstein kennenlernen, als Trainer war ich in Hamburg und Niedersachsen in Osnabrück. Und jetzt, Premium-Produkt, ich bin in Bremen angekommen und das ist das letzte Bundesland im Norden, wenn wir den Osten ein wenig ausklammern. Also ein Raum, ein Bezug ist definitiv gegeben. Werder Bremen hat schon eine große Rolle im Leben von Daniel Thioune gespielt, was zumindest die fußballerische Landkarte betrifft."

Fritz: "Mit positiver Energie"
...über die Herangehensweise der Trainersuche: "Wir haben für uns einen Prozess angestoßen, bei der Trainerauswahl eine Shortlist erarbeitet, was ich auch schon am Sonntag gesagt habe. Auf der Shortlist standen vier Trainer für uns. Mit allen vier Trainern haben wir Gespräche sehr, sehr gute Gespräche geführt. Was ich auch ganz gerne nochmal berichtigen würde: Kein Trainer hat uns abgesagt aufgrund der Qualität des Kaders. Im Endeffekt haben wir gestern Abend eine Entscheidung getroffen. Ich freue mich, dass wir Daniel auch vom Werder-Weg überzeugen konnten. Und jetzt gilt es mit positiver Energie gemeinsam die nächsten Wochen, die nächsten Aufgaben und Spiele anzunehmen."
...über die nächsten Wochen: "Dass es herausfordernd wird, das ist uns allen klar, das muss uns allen bewusst sein. Trotz alledem freue ich mich jetzt, dass wir positiv nach vorne blicken und die kommenden Wochen und Spiele gemeinsam angehen."
