Bundesliga-Vorschau Platz 7-12: Wolfsburg, Gladbach, Bremen, Mainz, Hoffenheim und Leverkusen im Fokus - © /
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Bundesliga-Vorschau: Wolfsburg, Gladbach, Bremen, Mainz, Hoffenheim und Leverkusen

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Am 20. Januar ist die Winterpause in der Bundesliga endlich vorbei! Wer schlägt sich in den verbleibenden 19 Spielen der Saison 2022/2023 wie? bundesliga.de nimmt im zweiten Teil der Team-Vorschau die Plätze sieben bis zwölf mit dem VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach, SV Werder Bremen, 1. FSV Mainz 05, TSG 1899 Hoffenheim und Bayer 04 Leverkusen unter die Lupe.

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Platz 7: VfL Wolfsburg

Angesichts von vier Siegen und neun ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie hätten die Wölfe wohl am liebsten einfach weitergespielt. So sagte beispielsweise Rechtsverteidiger Ridle Baku: "Ich bin ehrlich: Auf Urlaub habe ich jetzt nicht so richtig Lust." Nach der Winterpause will Wolfsburg in den restlichen 19 Spielen weiter auf der Erfolgswelle reiten und das Ziel Europa konsequent angehen. Zwei Punkte steht der VfL hinter Platz sechs - ein machbares Unterfangen. In der Vorsaison stand er zum gleichen Zeitpunkt auf Platz elf mit drei Zählern weniger. Am Ende reichte es "nur" für Platz zwölf.

Zum Wiederbeginn wartet mit dem SC Freiburg ein harter Brocken auf die Wölfe. Anschließend geht es in der "Englischen Woche" gegen die Hertha und Bremen mit zwei lösbareren Aufgaben weiter. Ob Stürmer Lukas Nmecha schon gegen die Breisgauer zur Verfügung steht, scheint fraglich. Der Nationalspieler muss nach seinem Teilriss der Patellasehne wohl weiter individuell arbeiten.

Auftaktprogramm: SCF (H), BSC (A), SVW (A)
Formkurve: U-S-S-S-S
Top-Fakt: Die letzten vier Bundesliga-Spiele vor der Winterpause hat Wolfsburg alle gewonnen und dabei nur ein einziges Gegentor kassiert. Fünf Bundesliga-Siege nacheinander schaffte der VfL letztmals im Herbst 2014 unter Dieter Hecking (damals sogar sechs Siege und Wolfsburg wurde angeführt von einem genialen Kevin de Bruyne Vizemeister).
Sonstiges: Im Trainingslager in Almancil warten noch Hoffenheim und Augsburg als Sparringspartner für den VfL. Die beiden Jugendspieler Lukas Ambros und Manuel Braun bekommen indes die Möglichkeit, sich dem Cheftrainer Niko Kovac in Portugal zu empfehlen.

Platz 8: Borussia Mönchengladbach

Für die Fohlenelf endete das Jahr 2022 ebenfalls erfolgreich. Nach dem Sieg gegen Borussia Dortmund (4:2) steht Gladbach fünf Plätze besser dar als zum selben Zeitpunkt der Vorsaison. "Insgesamt können wir zufrieden sein. Wir hatten viele sehr gute Spiele dabei – zum Beispiel gegen Leipzig und Dortmund, aber auch gegen Köln und Hoffenheim. Was wir immer noch drin haben, sind Schwankungen in unseren Leistungen", so Sportdirektor Roland Virkus. An der Offensive hat bei den Fohlen kaum jemand etwas zu mäkeln. Vielmehr lag das Augenmerk in der Winterpause auf der defensiven Stabilität.

Die personelle Lage gestaltet sich bei der Borussia vom Niederrhein wie folgt: Kapitän Lars Stindl muss wegen zwei Infekten weiter auf seine Rückkehr ins Team-Training warten. Nathan Ngoumou (Entzündung im oberen Augenlid) sowie Jonas Hofmann (Rückenbeschwerden) sollten dagegen für den heißen Wiederbeginn gegen Leverkusen zur Verfügung stehen. Ebenso Vize-Weltmeister Marcus Thuram, der nach seinem verlängerten Urlaub am 5. Januar wieder das Training aufnahm.

Auftaktprogramm: B04 (H), FCA (A), TSG (A)
Formkurve: N-N-S-N-S
Top-Fakt: Die Fohlen holten aus Heimspielen 18 Punkte, nur Leipzig (19) mehr.
Sonstiges: Gegen den VfB Oldenburg und den Zweitligisten Arminia Bielefeld sowie FC St. Pauli stehen noch drei Tests an. Ein Trainingslager wird nicht bezogen. Unterdessen hat der 18-Jährige Simon Walde, der seit der U9 in Gladbach spielt, einen Profivertrag unterschrieben.

Platz 9: SV Werder Bremen

Hätte den Grün-Weißen vor der Saison einer gesagt, dass sie bis zur WM-Unterbrechung in der oberen Tabellenhälfte stehen, hätten vermutlich alle beim SVW unterschrieben. Zurücklehnen will sich bei den Hanseaten trotz eines recht komfortablen Punktepolsters von sieben Zählern auf den Relegationsplatz 16 aber keiner. "Wir müssen im neuen Jahr gleich wieder Gas geben, um unser Saisonziel am Ende erreichen zu können", hebt Clemens Fritz, Leiter Profifußball, den warnenden Zeigefinger. Das Saisonziel lautet nach dem Aufstieg selbstverständlich Klassenerhalt.

Beim Trainingslager in Murcia zählt zu dem 28-Mann-Kader natürlich auch WM-Fahrer Niclas Füllkrug, der im restlichen Saisonverlauf ein Eckpfeiler des SVW bleiben dürfte. "Er wird bei der Nationalmannschaft seine Erfahrung gemacht und viel mitgenommen haben, dass er an die Mannschaft weitergeben kann", sagt Cheftrainer Ole Werner über seinen Mittelstürmer. Nicolai Rapp und Benjamin Goller haben den Verein derweil in Richtung Kaiserslautern und Nürnberg verlassen.

Auftaktprogramm: KOE (A), FCU (H), WOB (H)
Formkurve: N-S-S-N-N
Top-Fakt: Ein Grund für 21 Punkte und Platz neun nach 15 Spieltagen waren die vielen Tore gegen Ende der Partien. Werder erzielte elf und damit fast die Hälfte seiner 25 Treffer in der Schlussviertelstunde - das ist Ligaspitze. Sage und schreibe 13 Punkte brachten diese späten Tore den Bremern ein.
Sonstiges: Marc Schröder, Tim-Justin Dietrich, Lasse Rosenboom und Tom Berger sind aus der U23 mit ins Trainingslager gereist. Letzterer hat mit jeweils einem Tor gegen Meppen und Murcia auf sich aufmerksam gemacht. Erfreulich zudem: Nach acht Monaten Verletzungspause feierte Jean-Manuel Mbom im Test gegen Murcia sein Comeback.

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Platz 10: 1. FSV Mainz 05

"Ich glaube, wir stehen dort, wo wir aktuell hingehören, nach dem was wir bislang abgeliefert haben", zog der 05-Sportvorstand Christian Heidel nach dem 1:1 gegen Frankfurt ein vorläufiges Hinrunden-Fazit. Ein solider Mittelfeldplatz bei fünf Punkten Abstand auf den Tabellen-16. Stuttgart ist zwar kein Grund, um die Füße hochzulegen, doch für die Rheinhessen eine ordentliche Ausgangslage für die verbleibenden 19 Spiele. Zumal der FSV dieses Polster mit einem Sieg gegen die Schwaben am 16. Spieltag gleich auf acht Punkte anwachsen lassen kann. Heidel betont dennoch, dass Mainz ein Verein bleiben werde, der auch mal drei- oder viermal infolge verlieren könne. So geschehen vor dem Unentschieden im Rhein-Main-Duell.

In Sachen Transferaktivitäten ist es bei den "05ern" bislang verhältnismäßig ruhig geblieben. Aus der eigenen Jugend wurde Brajan Gruda hochgezogen, Niklas Tauer wurde für anderthalb Jahre an Ligakonkurrent Schalke 04 ausgeliehen. Ob und inwieweit die Mainzer nachjustieren werden, steht noch nicht fest. Dringender Gesprächsbedarf herrsche laut Heidel allerdings nicht.

Auftaktprogramm: VfB (A), BVB (H), BOC (H)
Formkurve: S-N-N-N-U
Top-Fakt: Mainz ging in dieser Bundesliga-Saison auswärts schon viermal als Sieger vom Platz.
Sonstiges: Ohne Stürmer Jonathan Burkardt sind die Mainzer am 4. Januar ins Trainingslager nach Marbella gereist. "Der 22-Jährige absolviert in München weitere Reha-Maßnahmen und stößt in der kommenden Woche in Mainz wieder zur Mannschaft", heißt es auf der Homepage des Vereins. Aus dem Profi-Kader blieben Marlon Mustapha (Oberschenkel) und Nelson Weiper (Abiturprüfung) ebenfalls zwei junge Spieler in der Heimat.

Platz 11: TSG 1899 Hoffenheim

Die TSG Hoffenheim wollte die lange Winterpause nutzen, um "hart und lang" zu analysieren und zu arbeiten, wie Direktor Profifußball, Alexander Rosen, nach dem 1:2 gegen Wolfsburg mitteilte. Nach einem starken Saisonstart unterlief den Kraichgauern gegen die Wölfe die dritte Niederlage in Folge. "Und was macht man in solchen Phasen? Man muss sich da raus arbeiten", stimmt auch Abwehrspieler Kevin Vogt seinem Vorgesetzten zu. Das Ergebnis dieser Analyse und Arbeit wird sich vermutlich schon beim schweren Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin zeigen.

Bei der TSG sind sie sich einig, dass die zweite Saisonhälfte anders ablaufen muss. "Wir müssen wieder eine Schippe drauflegen", so Vogt. Nachholbedarf habe Hoffenheim vor allem in der Defensive, meint zumindest Keeper Oliver Baumann. Auch vor dem gegnerischen Tor müssten die Sinsheimer zielstrebiger agieren. Winter-Neuzugang Kasper Dolberg kommt da ja gerade recht. Der dänische Stürmer soll bei der TSG zu alter Stärke finden und diese mit Toren wieder in Richtung einstelliger Tabellenplatz schießen.

Auftaktprogramm: FCU (A), VfB (H), BMG (H)
Formkurve: N-U-N-N-N
Top-Fakt: Hoffenheim erzielte von allen Teams die meisten Tore nach Flanken aus dem Spiel (sieben).
Sonstiges: Die TSG bereitet sich bis zum 10. Januar im portugiesischen Albfueira auf die restlichen 19 Liga-Spiele vor. Mit an Bord sind neben dem schon länger im Kreis der Profis aktiven Tom Bischof (17) auch Joshua Quarshie (18), Umut Tohumcu (18) und David Mokwa (18).

Der Winterfahrplan der Bundesliga-Clubs

Platz 12: Bayer 04 Leverkusen

Auch für die Werkself waren es keine einfachen ersten 15 Spiele. Lange Zeit kam Leverkusen in der unteren Tabellenregion nicht vom Fleck und stand nach zwölf Spieltagen auf dem Relegationsplatz. Beim 5:0 gegen Union platzte endgültig der Knoten. Weitere Siege im Derby gegen Köln (2:1) sowie gegen Stuttgart (2:0) geben den Rheinländern Hoffnung auf eine Aufholjagd. "Wir haben jetzt Zeit zu arbeiten. Unser Ziel ist es, noch besseren Fußball zu spielen", sagte Cheftrainer Xabi Alonso nach dem Stuttgart-Spiel.

Gut möglich, dass Florian Wirtz als eine Art interner Neuzugang nach seinem überstandenen Kreuzbandriss schon in Gladbach bei diesem Vorhaben unterstützen kann. Alonso sieht in dem 19-Jährigen zurecht einen "Unterschiedsspieler". "Er wird uns viele Dinge geben, seine individuellen Qualitäten, seine Fähigkeit zu assoziieren, verschiedene Lösungen zwischen den Linien zu finden", lobt der Spanier den Offensivmann. Fest steht: In 2023 will Leverkusen wieder angreifen und wenn nicht diese, dann die nächste Saison wieder zu den "Top Vier der Bundesliga gehören", so Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Auftaktprogramm: BMG (A), BOC (H), BVB (H)
Formkurve: U-N-S-S-S
Top-Fakt: Aus den sieben Bundesliga-Spielen mit Xabi Alonso als Trainer holte Leverkusen 13 Punkte, nachdem es zuvor unter Vorgänger Gerardo Seoane lediglich fünf Zähler aus acht Bundesliga-Spielen gegeben hatte.
Sonstiges: Zwei Testspiele gegen den FC Venedig (7. Januar) und FC Kopenhagen (15. Januar) stehen bei der Werkself noch in der Vorbereitung an. Das 16-jährige Abwehrtalent Madi Monamay wird bis auf Weiteres bei der Mannschaft von Xabi Alonso mittrainieren. Die Spiele wird der Belgier allerdings weiter für die U19 bestreiten.