Zusammenfassung

  • Der HSV steigt als letztes Gründungsmitglied aus der Bundesliga ab.

  • Hamburg feierte in seiner Bundesliga-Historie viele Erfolge.

  • Auch international machten die Rothosen auf sich aufmerksam.

Hamburg - Uns Uwe, die Nacht von Athen, der erste Abstieg: Der Hamburger SV ist in der nächsten Saison erstmals in seiner Geschichte nicht in der Bundesliga vertreten.

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Der Abstieg: Das Unvorstellbare ist Realität, der Unabsteigbare ist tatsächlich abgestiegen. Am 12. Mai 2018 wird klar, dass der bisherige Dino den Gang in die 2. Bundesliga antreten muss.

Der Anfang: "Uns Uwe" legt los - am 24. August 1963 bestreitet der HSV sein erstes Spiel in der neugegründeten Bundesliga gegen Münster (1:1). Der erste Torschütze heißt aber nicht Seeler, sondern "Charly" Dörfel. Seeler schießt Hamburg am Ende auf Tabellenplatz sechs und krönt sich mit 30 Saisontreffern zum ersten Torschützenkönig.

Der Rücktritt: Am 22. April 1972 schnürt Seeler zum letzten Mal seine Schuhe für die Rothosen in der Bundesliga - der Club trauert. Auch wenn er nie Bundesliga-Meister wurde, ist und bleibt er die HSV-Legende schlechthin. Weil Seeler nie aufgab, rackerte, 404 Tore in 476 Spielen für die Hanseaten schoss - und im April 1961 einem Millionen-Angebot von Inter Mailand widerstand.

Die Vereinsikone schlechthin: Uwe Seeler © imago / Pressefoto Baumann

Meisterschale und goldene Ära

Die Schale: Hamburg strotzt vor Kraft und kann sich einige der besten Spieler Europas leisten. Schon 1977 gewinnt das Team den Europapokal der Pokalsieger; 1979 schießen Kevin Keegan, damals ein Rekordtransfer, Horst Hrubesch, Felix Magath und Manfred Kaltz den Club auch zur ersten Meisterschaft in der Bundesliga.

Die goldene Ära: Unter Manager Günter Netzer und Trainer Ernst Happel erleben die Rothosen Anfang der 80er Jahre ihre erfolgreichste Zeit. Selbst den großen Franz Beckenbauer zieht es im Herbst 1980 aus New York an die Alster. 1982 und 1983 holen die Norddeutschen erneut den Titel - zum bisher letzten Mal. Der HSV spielt damals wie im Rausch und bleibt zwischen dem 16. Januar 1982 und dem 29. Januar 1983 in 36 Bundesliga-Spielen saisonübergreifend ungeschlagen. Ein Rekord, den erst der FC Bayern 30 Jahre später übertreffen sollte.

Einst im Hamburger Dress: Franz Beckenbauer © imago / Frinke

Pokal der Landesmeister

Die Nacht von Athen: 25. Mai 1983, Athen, Hamburg ist im Finale des Europapokals der Landesmeister gegen das Juventus Turin von Michel Platini krasser Außenseiter. 18,7 Millionen Zuschauer sitzen vor dem Fernseher. Dann zieht Felix Magath in der 9. Minute aus 18 Metern ab. "Tor, Tor, ein herrlicher Treffer, ein wunderbarer Treffer, der HSV führt 1:0", brüllt Kurt Emmerich in sein Radio-Mikrofon. Die Rothosen sitzen dank Magath auf Europas Fußball-Thron.

Der letzte Titel: Noch einmal rappelt sich die Happel-Elf auf und gewinnt 1987 den DFB-Pokal. Es ist bis heute der letzte große Titel geblieben.

Das letzte Aufbäumen: Die "Werder-Wochen" im Frühling 2009 markieren das letzte größere sportliche Hoch. Die Hanseaten treffen binnen 19 Tagen in vier Duellen auf den ewigen Rivalen. Im UEFA-Cup-Halbfinale, dem DFB-Pokal-Halbfinale und der Bundesliga ziehen die Hamburger den Kürzeren.

Elfmeterschießen: Tim Wiese gegen Jerome Boateng
Elfmeterschießen: Tim Wiese gegen Jerome Boateng © imago / Contrast