Hofmann feiert sein 2:0 Tor, welches er aus spitzem Winkel im Tor unterbringt - © Pool/Getty Images
Hofmann feiert sein 2:0 Tor, welches er aus spitzem Winkel im Tor unterbringt - © Pool/Getty Images
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Gladbach kämpft sich im Saisonendspurt zurück und hat Europa fest im Blick

Borussia Mönchengladbach hat die Qualifikation für die Europa League nach dem überzeugenden 4:0 gegen Eintracht Frankfurt fest im Blick. Vor dem Hintergrund, dass Leverkusen, Union und Freiburg ebenfalls dreifach punkteten, war es ein immens wichtiger Sieg für die Fohlen. Gegen die Hessen stach Jonas Hofmann nach seiner überstandenen Corona-Infektion heraus.

Borussia Mönchengladbach setzte mit dem 4:0 über Eintracht Frankfurt ein eindrucksvolles Zeichen im Kampf um die europäischen Plätze. Die Hessen als Tabellenvierter sind schließlich keine Laufkundschaft. Seit vier Spielen sind die Borussen bei drei Siegen und einem Unentschieden ungeschlagen. Gladbach rangiert nun auf Platz sieben, der die Teilnahme an der Europa Conference League bedeuten könnte. Die Champions League scheint angesichts von zehn Punkten Abstand zur SGE unrealistisch. Wahrscheinlicher ist die Teilnahme an der Europa League, sofern Dortmund oder Leverkusen noch eingeholt werden.

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Torhüter Tobias Sippel, der den rotgesperrten Yann Sommer glänzend vertrat, erklärte das Erfolgsrezept der vergangenen Wochen: "Wir wussten, dass wir irgendwann aus unserer Krise wieder herauskommen, daran haben wir immer geglaubt. Als wir auf Schalke gewonnen hatten, war der negative Druck weg. Jetzt spielen wir wieder guten Fußball. Für diesen Spieltag haben wir nun unser Ziel erreicht. Wir wollen nun von Spiel zu Spiel in der Tabelle weiter nach oben klettern. In den nächsten Wochen wollen wir noch eine Schippe drauflegen und dann schauen, wie weit wir kommen."

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Im Duell mit den Hessen wählten die Borussen eine etwas andere Herangehensweise, wie Sippel erklärte: "Wir haben unsere Chancen heute effizient genutzt. So konnten wir mal wieder ein Ausrufezeichen setzen. Eigentlich ist es unser Spielstil, von hinten raus nach vorne zu spielen, diesmal haben wir aber auch öfter lange Bälle geschlagen, weil wir Marcus Thuram und später Breel Embolo vorne drin hatten - da war es einfacher, so zu agieren. Insgesamt haben wir den Kampf angenommen." Gladbach nutzte die schlechte Frankfurter Tagesform aus, bestrafte Unkonzentriertheiten in der Defensive eiskalt. Ein Erfolgsrezept waren dabei wieder Standardsituation beziehungsweise Eckbälle. Der VfL erzielte sein 20. Saisontor nach ruhendem Ball - Spitzenwert in der Bundesliga.

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Ein entscheidender Faktor war am Samstagnachmittag Jonas Hofmann. Nach überstandener Corona-Infektion, die ihm die Teilnahme an den Spielen der Nationalmannschaft verwehrte, kehrte der Mittelfeldspieler gesund und topfit zu seinem Verein zurück. Auswirkungen auf seine Leistungen hatte das Virus keineswegs: Mit seinem sechsten Saisontor und anderthalb Torbeteiligungen pro Eckball sowie 10,7 abgespulten Kilometern war Hofmann bester Mann auf dem Platz. Bis ihn kurz vor dem Ende ein Ball von Amin Younes stoppte, der ihn mit voller Wucht im Gesicht traf. Bis zur verletzungsbedingten Auswechslung hatte Hofmann aber bereits 82 Minuten lang sein Puzzleteil zum starken 4:0 beigetragen. Gegen Ex-Club Hoffenheim am Mittwoch dürfte Hofmann wieder mitwirken können.

Elvedi setzt gegen Silva zur Grätsche an - EIBNER/Benjamin Soelzer via www.imago-images.de/imago images/Eibner

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Dort wird Gladbach im Rennen um die internationalen Plätze zwingend nachlegen müssen, um die Englische Woche womöglich mit neun Punkten zu beenden. Die Basis für einen erfolgreichen Saisonendspurt haben die Fohlen mit dem furiosen Sieg gegen die Eintracht nun eindrucksvoll gelegt. Der VfL wirkte in den letzten Wochen wie befreit, die langwierige Durststrecke mit sechs sieglosen Liga-Spielen in Folge gerät allmählich in Vergessenheit. Die Fohlenelf scheint gerade noch rechtzeitig in Fahrt gekommen zu sein.