Nach 1250 Tagen trifft Mario Götze wieder für den BVB. Christian Pulisic jubelt mit, der Amerikaner ist der jüngste Dortmunder in Champions League - © imago
Nach 1250 Tagen trifft Mario Götze wieder für den BVB. Christian Pulisic jubelt mit, der Amerikaner ist der jüngste Dortmunder in Champions League - © imago
Bundesliga

Borussia feiert Traumstart mit Rekorden und Debüts

Warschau. Borussia Dortmund ist eindrucksvoll in die neue Champions-League-Saison gestartet. In Warschau gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel mit 6:0 und feierte damit nicht nur den höchsten Sieg des BVB in der Königsklasse, sondern auch noch jede Menge Premieren und einen neuen BVB-Rekord.

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Nach 21 Jahren ohne Königsklasse war es für Legia Warschau ein Festtag. Vor der Partie zeigten die Legia-Fans eine beeindruckende Choreographie. Es war fast fürchteinflößend, doch der BVB ließ sich am Mittwochabend von nichts und niemand einschüchternd.

Mit drei Änderungen wartete Trainer Thomas Tuchel im Gegensatz zur 0:1-Niederlage in Leipzig auf.  Pulisic, Dembele und Guerreiro ersetzten Castro, Rode und Schürrle, der mit einer Innenbanddehnung im Knie kurzfristig passen musste. Insgesamt feierten sechs Spieler des BVB ihr Champions-League-Debüt.

Götze trifft nach 1250 Tagen wieder für den BVB

Von Beginn agierten die Schwarz-Gelben im Hexenkessel Wojska Polskiego äußerst konzentriert. "Es war wichtig, früh in Führung zu gehen", erklärte Dortmunds spanischer Abwehrspieler Marc Bartra, der einer der sechs verschiedenen Torschützen war. Bereits nach sieben Minute führten die Borussen. Rückkehrer Mario Götze traf per Kopf nach einem Freistoß von Ousmane Dembele. Es war das erste Tor des Weltmeisters im Trikot des BVB seit 1250 Tagen!

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Der Treffer beflügelte Götze, er bildete zusammen mit dem portugiesischen Europameister Raphael Guerreio das offensive Mittelfeld. "Man sieht ja, dass ihm jetzt die Dinge auch gelingen, dass die Leichtigkeit wiederkommt", freute sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc über Götzes Leistung. "Er braucht noch ein bisschen körperliche Widerstandsfähigkeit, um dann auch über 90 Minuten zu gehen. Fußballerisch gibt es ja eh keine Zweifel." Götze selbst tat der Treffer sichtlich gut: "Wir wollten gut in die Gruppenphase starten. Das war das Allerwichtigste. Dass ich persönlich getroffen habe, ist umso schöner. Ich fühle mich grundsätzlich gut und wohl."

Guerreiro trumpft richtig auf

Neben Götze stellte Tuchel etwas überraschend Neuzugang Raphael Guerreiro auf. Der Portugiese ist gelernter Linksverteidiger, doch der BVB-Trainer hatte dieses Mal andere Pläne mit dem Europameister. "Er hat das sehr gut gemacht", lobte auch Götze. Allerdings machten es die Polen dem BVB auch sehr leicht. Von Anfang war Legia deutlich unterlegen, zu groß war der Respekt der Polen. Dennoch muss man sechs Tore in der Champions League erst einmal schießen.

Deshalb hatte Trainer Tuchel auf der Pressekonferenz nach dem Spiel auch nichts an der Leistung seiner Elf zu kritisieren: "Heute gibt es nichts auszusetzen. Wenn wir die Geschwindigkeit drinhaben, die Pace hochhalten, dann sind wir gut. Sobald wir denken, dass es mit etwas weniger Geschwindigkeit geht, auch um uns zu erholen, dann wird es fehlerhaft und es gibt auch mal ein paar gegnerische Torschüsse. Insgesamt gibt es aber kein Haar in der Suppe, sondern ein dickes Kompliment an die Mannschaft."

- © gettyimages / Piotr Hawalej/Bongarts