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Nach dem Spiel gab es beim BVB viel Gesprächsbedarf wie hier zwischen Gregor Kobel und Julian Brandt
Nach dem Spiel gab es beim BVB viel Gesprächsbedarf wie hier zwischen Gregor Kobel und Julian Brandt - © IMAGO/Heiko Blatterspiel
Nach dem Spiel gab es beim BVB viel Gesprächsbedarf wie hier zwischen Gregor Kobel und Julian Brandt - © IMAGO/Heiko Blatterspiel
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Borussia Dortmund zwischen Selbstkritik und Zuversicht

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Das Team von Trainer Niko Kovač trat enttäuscht die Heimreise aus Hamburg an - dabei gab es trotz des späten Remis gegen St. Pauli auch positive Aspekte im Spiel des BVB.

Der Trainingsplatz von Borussia Dortmund war am Sonntag nach dem dramatischen Remis gegen den FC St. Pauli mehr als gut gefüllt. Die Fans der Schwarz-Gelben haben ein feines Gespür dafür, dass ihre Mannschaft am Millerntor mit dem späten 3:3-Ausgleich durch Eric Smith zwar einen echten Tiefschlag kassiert hat, es aber durchaus auch positive Ansätze in einem maximal schwierigen Auswärtsspiel gab. 

"Heute tut es weh – und morgen geht es weiter", hatte Gregor Kobel nach Spielschluss das Empfinden des Teams vor der langen Busfahrt zurück nach Dortmund zusammengefasst und das Remis direkt nüchtern eingeordnet. "Es sind 34 Spiele, jetzt sind es noch 33. Das ist ein langer Weg."

Top im Luftkampf: Serhou Guirassy trifft für Dortmund zur Führung - IMAGO/Susanne Hübner, Susanne Huebner

Lebensversicherung Serhou Guirassy

Ein am Ende vom Ergebnis her "frustrierender Auftakt" des BVB hatte aber durchaus seine Sonnenseiten. So ist auch früh zu Beginn der Saison 2025/26 klar, Serhou Guirassy ist weiterhin die offensive Lebensversicherung der Dortmunder. Trotz des verschossenen Elfmeters war der Mittelstürmer wieder mal erfolgreich und ist vor allem in der Luft eine kostante Gefahr für gegnerische Abwehrreihen. 

Und phasenweise kam die BVB-Offensive gegen tief stehende Hamburger sogar richtig ins Rollen - garniert mit guten Vorarbeiten zu den Toren von Waldemar Anton zum 2:1 und dem herausragenden Treffer von Julian Brandt zum 3:1. Allein ins Ziel brachte der BVB diesen Vorsprung nicht.

Niko Kovač musste den verpassten Auswärtssieg des BVB beim FC St. Pauli einordnen - IMAGO/Heiko Blatterspiel

Der BVB richtet den Blick nach vorne

Am Ende, so sah es auch Trainer Niko Kovač, habe man aus seiner Sicht trotzdem nicht mehr als einen Punkt verdient gehabt. "Wir hatten eine 3:1-Führung und aus unseren Qualitätsspielern das Maximum rausgeholt, was den Torabschluss angeht."

Selbstkritisch ging nahezu das gesamte Team mit der verspielten Zwei-Tore-Führung um. Schönreden wollte das 3:3 am Ende im Dortmunder Lager trotz der positiven Ansätze niemand. Viel mehr richtete sich der Blick der Schwarz-Gelben bereits nach vorne. "Jetzt geht es einfach darum, dass wir mit Vollgas wieder dahinkommen, was uns stark macht", so Kobel. 

Mit dem 1. FC Union Berlin kommt am 2. Spieltag der womöglich nächste defensiv orientierte Gegner zum Duell nach Dortmund. Die große Chance für Kobel, Guirassy und Co. den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und den ersten Dreier der Saison einzufahren.