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Joshua Kimmich (l.) hat das letzte Wort und bejubelt mit Michael Olise zusammen seinen Siegtreffer gegen den BVB
Joshua Kimmich (l.) hat das letzte Wort und bejubelt mit Michael Olise zusammen seinen Siegtreffer gegen den BVB - © DFL/Getty Images / DFL/Getty Images
Joshua Kimmich (l.) hat das letzte Wort und bejubelt mit Michael Olise zusammen seinen Siegtreffer gegen den BVB - © DFL/Getty Images / DFL/Getty Images
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Bayern besiegt den BVB im Klassiker und bleibt dessen Endgegner

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Der FC Bayern München besiegt Borussia Dortmund in einem epischen Klassiker mit 3:2 und zeichnet sich nun für die einzigen beiden Saisonniederlagen von Schwarzgelb verantwortlich. Die Meisterschaft scheint dem Rekordmeister kaum noch zu nehmen, doch Vincent Kompany hält den Druck hoch und bleibt nur ein kurzer Genießer.

Da stand er also. Ganz ruhig und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. Während die Spieler des FC Bayern München in der Gästekurve des Signal Iduna Parks mit ihren Fans überschwänglich den soeben errungenen 3:2-Erfolg im Klassiker gegen Borussia Dortmund feierten, beobachtete Vincent Kompany das bunte Treiben dezent aus dem Hintergrund, bevor er sich schließlich in Richtung Interview-Marathon begab.

"Ich wollte einmal kurz mitbekommen, was die Spieler dort erfahren und spüren. Das ist auch ein schöner Moment für mich", freute sich der 39-jährige Belgier und wusste ganz genau, was für eine tolle Partie er zuvor gesehen hatte: "Das war eine gute Werbung für die Bundesliga. Mit Intensität, Toren und vor allem mit diesem absoluten Willen beider Mannschaften, immer nach vorne zu gehen und das Spiel gewinnen zu wollen."

Elf Zähler Vorsprung: "Das hat noch keiner verspielt und das wird so bleiben"

Tatsächlich hatten die etwas über 90 Minuten zuvor eigentlich alles, um auch beim letzten Beobachter den Blutdruck in die Höhe schnellen zu lassen. Zunächst feierte der nach einer Verletzung zurückgekehrte Nico Schlotterbeck mit angespanntem Bizeps seinen Führungstreffer (26.), dem Harry Kane aber seinen vierten Doppelpack in Serie (54. und 71./eingestellter Liga-Rekord) und einen Zeigefinger-Jubel entgegenzusetzen hatte. Und als Daniel Svensson mit dem 2:2 kurzzeitig für schwarzgelbe Hoffnung sorgte (83.), hatte Joshua Kimmich mit einem tollen Volleytreffer (87.) das letzte Wort.

Die zuvor seit 16 Bundesliga-Spielen unbezwungenen Dortmunder kassierten damit nun ihre zweite Saison-Niederlage - beide gegen die Münchner - gegen die sie auch nur eins der letzten 16 Pflichtspiele gewonnen haben. In Sachen Meisterschaft scheint der wohlbekannte Drops damit gelutscht, elf Zähler beträgt der Vorsprung der Bayern nun auf den BVB. "Es liegt an uns und das werden wir nicht mehr hergeben", war sich der Siegtorschütze sicher und brachte die Statistik mit ins Spiel: "Das hat noch keiner verspielt und das wird so bleiben." 

Kimmich war dabei wieder einmal vorangegangen, erzielte - den Supercup mit eingerechnet - schon zum dritten Mal einen Münchner Siegtreffer gegen Dortmund und war zuvor auch nach dem Rückstand weiterhin optimistisch gewesen: "Uns war in der Pause auch klar, dass es für Dortmund schwer wird, das Tempo über 90 Minuten hochzuhalten. Sie hatten harte Wochen mit vielen Spielen, wir nicht. Deshalb wussten wir: Je länger das Spiel dauert, desto größer wird unser Vorteil." Der 31-Jährige sollte Recht behalten und der FCB in dieser Spielzeit schließlich die Punkte 16 bis 18 nach Rückstand einheimsen.

Kane zeigt es an, Bayern steht ganz oben - DFL/Getty Images / DFL/Getty Images

Kompany und Kane mahnen, den Fokus zu behalten

"Charakter", beschrieb Kompany diese Comeback-Qualitäten mit nur einem Wort. In Sachen Meisterschaft wollte der Münchner Cheftrainer aber noch nichts von einer Vorentscheidung wissen und forderte ab Montag wieder volle Konzentration von seinen Mannen: "Es sind jetzt elf Punkte Vorsprung aber es geht weiter. Wir haben jetzt 88 Tore, warum jetzt aufhören. Einfach Vollgas weitergehen.“

Mit Kane erhielt Kompanys Forderung kurz darauf noch einen weiteren Führsprecher: "Wir hatten vor ein paar Wochen elf Punkte Vorsprung und haben gesehen, wie schnell sich das mit zwei Ergebnissen ändern kann. Wir müssen fokussiert bleiben", so der Engländer, der selbst noch den Rekord für die meisten Saisontore vor Augen hat. Mit seinen 30 Treffern nach 24 Spieltagen liegt der 32-Jährige zu diesem Zeitpunkt ein Tor hinter Robert Lewandowski, der 2020/21 letztlich auf 41 Tore in einer Spielzeit kam. Noch sind aber ja ein paar Partien offen und es bleibt spannend.

Michael Oer