
Trotz 3:0-Sieg – der BVB will mehr!
Borussia Dortmund hat sein erstes Heimspiel im Jahr 2026 mit 3:0 gegen Werder Bremen gewonnen. So richtig zufrieden waren die Akteure des BVB aber trotzdem nicht. Wo sich Schwarzgelb künftig noch verbessern will.
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Es kommt nicht allzu häufig vor, dass sich eine Heimmannschaft bei einer 1:0-Führung zur Pause deutlich vernehmbare Pfiffe von den eigenen Fans anhören muss. Borussia Dortmund erlebte das allerdings am Dienstagabend in der Partie gegen SV Werder Bremen. Der BVB war durch einen Treffer von Nico Schlotterbeck früh in Führung gegangen (11.), hatte in der Folge aber keinen guten ersten Durchgang gespielt.
Das gaben auch die Spieler selbstkritisch zu Protokoll. "Auf die erste Halbzeit sind wir nicht besonders stolz", bekannte etwa Julian Ryerson. Und Torschütze Schlotterbeck ergänzte: "Wir haben gegen Frankfurt ein gutes Spiel gemacht, hatten diesmal in der ersten Halbzeit aber echt Probleme." Offensiv gelang wenig, hinten musste Torwart Gregor Kobel gegen Justin Njinmah den Ausgleich verhindern (18.).

Kovač nicht voll zufrieden mit dem BVB
In Durchgang zwei steigerte sich der BVB dann, schraubte das Ergebnis durch Treffer von Marcel Sabitzer (76.) und Serhou Guirassy (83.) in die Höhe, ließ defensiv nichts mehr anbrennen und erhielt nach Abpfiff Applaus von den eigenen Anhängern. Trainer Niko Kovač war trotzdem nicht voll zufrieden: "In der zweiten Halbzeit war es besser, aber nicht gut. Ich freue mich über den Sieg, auch wenn man nicht sagen kann: Es war etwas Großartiges."
Fragen und Antworten – hier geht‘s zum Bundesliga-FAQ
Die Dortmunder haben unter Kovač zweifelsfrei einiges erreicht, auf das sie stolz sein können. In neun der ersten 17 Bundesliga-Spiele blieben sie ohne Gegentor – das ist Bundesliga-Bestwert. Zehn Bundesliga-Spiele ist der BVB ungeschlagen – nur Bayern länger. 36 Punkte sind die zudem die beste Hinrunden-Bilanz der Dortmunder seit sieben Jahren. Was jetzt noch zum schwarzgelben Glück fehlt, ist mehr Kreativität und Schwung in der Offensive.

BVB-Knipser Guirassy beendet die Durststrecke
Hoffnung macht, dass Torjäger Guirassy seine Durststrecke beenden konnte und nach zuvor sieben torlosen Bundesliga-Spielen wieder eingenetzt hat. Am Samstag, im nächsten Heimspiel gegen den FC St. Pauli, würde er gerne direkt nachlegen. Das gilt natürlich auch für den BVB als Ganzes. Denn obwohl die Borussia auf Kurs ist, ist die Qualifikation für die Champions League noch lange nicht sicher.
"Wir haben nach der Halbserie einen recht ordentlichen Punktestand, müssen aber weiter hart arbeiten", betont Kovač. Und Schlotterbeck findet: "Wir müssen schon noch ein paar Steps gehen, aber ich glaube, das machen wir in den nächsten Wochen. (...) Wir hatten letztes Jahr eine schwere Saison, das Jahr davor auch. Jetzt stehen wir ganz gut da. Wenn wir weiterhin die Spiele gewinnen, sieht es ganz ordentlich aus."
Das ist der entscheidende Faktor: Auch wenn es selten glanzvoll ist – der BVB gewinnt seine Spiele. Und dafür gibt's am Ende den verdienten Applaus.
