Marco Reus gibt bei seinem ersten Training direkt die Richtung vor - © imago images / DeFodi
Marco Reus gibt bei seinem ersten Training direkt die Richtung vor - © imago images / DeFodi
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BVB-Kapitän Marco Reus bekräftigt die Ambitionen von Borussia Dortmund auf den Titel

Köln - Seit dem 3. Juli bereitet sich Borussia Dortmund akribisch auf die Bundesliga-Saison 2019/20 vor. Es wird eine besondere Spielzeit für den BVB, denn erstmals seit vielen Jahren haben die Schwarz-Gelben den Meistertitel hochoffiziell zum Saisonziel erklärt. Die nötige Klasse, um dieses Ziel zu erreichen, hat der Dortmunder Kader.

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Der 10. Juli war ein wichtiger Tag für BVB-Trainer Lucien Favre. Eine Woche nach Beginn der Vorbereitung traf auch ein Großteil der Nationalspieler von Borussia Dortmund ein, die noch Sonderurlaub erhalten hatten. Die Neuzugänge Thorgan Hazard, Nico Schulz und Julian Brandt nahmen ihre Arbeit ebenso auf wie Axel Witsel, Thomas Delaney, Jadon Sancho, Manuel Akanji, Raphael Guerreiro, Jacon Bruun Larsen und Kapitän Marco Reus.

Reus gab im Gespräch mit den Medienvertretern in Dortmund auch direkt die Richtung für die kommende Saison vor. "Unser Ziel muss sein, ganz oben zu stehen und in Pokal und Champions League besser abzuschneiden", sagte der 30-Jährige. Im Magazin GQ betonte er zudem: "Wenn man überlegt, was wir jetzt für eine Mannschaft haben, dann gibt es hoffentlich kein Halten mehr."

Forsche Worte, die aus Dortmund in den letzten Jahren so nicht zu hören waren. Doch der BVB hat Blut geleckt. In der Saison 2018/19 war der Meistertitel bereits zum Greifen nah und wurde nur knapp verpasst. Der Kader ist im Vergleich zur Vorsaison stärker geworden: neben Hazard, Schulz und Brandt wurden auch Barcelona-Talent Mateu Morey und Verteidiger Mats Hummels vom FC Bayern München verpflichtet. Transfers, die als echte Ansage an den Rekordmeister gewertet werden dürfen.

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Reus betont zwar, dass der BVB "nicht zu viele Verletzungen haben" dürfe und "viele Kleinigkeiten passen" müssten, doch insgesamt sei der Kader auch aus seiner Sicht "sehr gut besetzt." Daran hat der Offensivmann selbst Anteil. Seinen Nationalmannschaftskollegen Julian Brandt hat er persönlich von Bayer 04 Leverkusen zum BVB gelotst: "Ich habe ihm erklärt, welche Möglichkeiten es in Dortmund gibt, welches Potenzial der Verein hat und dass ein Spieler wie er zum BVB gehört", sagte er. "Ich wollte Julian unseren Verein so nahe bringen, wie es nur irgendwie möglich ist. Ich habe ihm gesagt, dass wir hier etwas Großes zusammen erreichen können." Nicht ganz uneigennützig: "Er erhöht ja auch meine Chancen, Titel zu gewinnen."

Mats Hummels ist einer der prominente Zugänge des BVB - Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

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Auf der USA-Reise, im Trainingslager in Bad Ragaz sowie in diversen Testspielen gegen hochkarätige Gegner soll nun der Grundstein für eine erfolgreiche Saison des BVB gelegt werden. Am 3. August wird es dann erstmals ernst, wenn Dortmund im Supercup die Bayern empfängt. In die Bundesliga-Saison 2019/20 startet die Borussia am 17. August - mit einem Heimspiel gegen den FC Augsburg.