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Felix Nmecha bejubelt seinen Treffer gegen Eintracht Frankfurt.
Felix Nmecha bejubelt seinen Treffer gegen Eintracht Frankfurt. - © Alex Grimm
Felix Nmecha bejubelt seinen Treffer gegen Eintracht Frankfurt. - © Alex Grimm
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Borussia Dortmund: Mentalität ist auch eine Qualität

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Borussia Dortmund rettete sich in Frankfurt durch Carney Chukwuemeka in der Nachspielzeit zum 3:3 und zeigte einmal mehr seine Widerstandsfähigkeit – zugleich offenbart das Spiel Schwächen in der Spielkontrolle, nachdem der BVB zwei Führungen schnell wieder hergab.

Fokus bis zum Schluss

Borussia Dortmund bewies am Freitagabend erneut, dass die Mannschaft Spiele bis zur letzten Minute offenhalten kann. Der späte Ausgleich durch Carney Chukwuemeka in der sechsten Minute der Nachspielzeit rettete dem BVB einen Punkt. Symptomatisch für die Truppe, die bereits drei Treffer in dieser Saison nach ablauf der regulären Spielzeit erzielte.

Borussia Dortmund ist inzwischen neun Bundesliga‑Spiele unbesiegt, doch in vier dieser Partien wurden die Punkte geteilt. Insgesamt hat kein anderes Team in dieser Saison so viele Unentschieden wie der BVB (sechs) – ein Indiz für Konstanz, aber auch für verpasste Chancen, Spiele zu gewinnen.

Wieder Führungen verspielt

Trotz dieses langen Atems ist die Art und Weise, wie Dortmund seine Vorteile vergibt, auffällig: Im Spiel gegen Frankfurt gab der BVB zweimal eine Führung schnell wieder her, was die defensive Anfälligkeit in bestimmten Phasen offenlegte und die Mannschaft in Situationen brachte, in der sie defensiv zu passiv war.

Insgesamt hat die Borussia in dieser Saison bereits fünfmal eine Führung verspielt – nur Wolfsburg weist mit sechs Fällen eine höhere Zahl auf – und das erklärt, warum aus einer langen Serie ohne Niederlage dennoch vergleichsweise viele Remis resultieren. Trainer Niko Kovač sei aber mit der Offensivleistung "sehr zufrieden gewesen", wie er nach dem Spiel sagte.

Offensive und Defensive: "Man muss beides können"

"Die Zuschauer haben ein gutes Spiel gesehen, eins, das rauf und runter ging. Wir hätten es für uns entscheiden müssen aufgrund der Vielzahl an guten Torchancen", fuhr der Trainer fort.

Und Coach Kovač gab noch eine Losung für die kommenden Partien gegen Werder und St. Pauli aus: "Man muss beides können: Man muss das Spiel kontrollieren und dann dementsprechend entscheiden, indem man hinten das wegverteidigt, was zu verteidigen ist."

Gelingt die Balance auf Attraktivität und Stabilität – gepaart mit der auch gegen die SGE gezeigt Mentalität kurz vor Schluss – dann dürfte sich Schwarzgelb in den kommenden Monaten weiter in der Spitzengruppe der Bundesliga festbeißen.

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