Zusammenfassung

  • Benjamin Pavard hat sich bei Frankreich einen Stammplatz erarbeitet
  • Nun steht er im WM-Viertelfinale und trifft auf Uruguay
  • Für den VfB Stuttgart hat der Abwehrspieler in der letzten Saison keine Minute verpasst

Köln - Erst in der Bundesliga, jetzt bei der WM in Russland: Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart startet weiterhin voll durch. Nachdem der Abwehrspieler in der vergangenen Saison keine Minute für die Schwaben verpasst hatte, ist er vor dem Viertelfinale am Freitag gegen Uruguay auch aus der Equipe Tricolore nicht mehr wegzudenken und längst zum neuen Liebling der Franzosen aufgestiegen.

Der Rechtsverteidiger, der in Stuttgart im Abwehrzentrum glänzt, hat erst im vergangenen November sein Debüt für Frankreich gegeben. Die WM-Bühne ist deswegen aber keineswegs zu groß für ihn ist: Beim 4:3-Sieg gegen Argentinien hielt der 22-Jährige zuletzt keinen Geringeren als Lionel Messi auf seiner Abwehrseite in Schach - und schoss zudem das wohl schönste Tor dieses Turniers.

Video: Dauerbrenner Benjamin Pavard

Pavards Aufstieg verläuft rasant. Vor knapp zwei Jahren hatten die gerade abgestiegenen Stuttgarter ihn vom OSC Lille geholt. "Benjamin hat schnell gezeigt, dass er lernwillig und gleichsam lernfähig ist", sagte der damalige VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser kürzlich der FAZ: "Mittlerweile spielt er seine Rolle sehr seriös, auch wenn immer mal wieder der Filou durchblitzt."

In der abgelaufenen Spielzeit erwies sich der Youngster als nimmermüder Dauerbrenner, absolvierte alle 34 Bundesliga-Einsätze über die komplette Spielzeit. Aufsteiger Stuttgart verpasste als Siebter nur knapp die Europa-League-Qualifikation.

Vergleich mit Thuram - und der wurde Weltmeister

"Er kommt aus dem Nichts", sagte Stürmerstar Antoine Griezmann über den überraschend für die WM nominierten Kollegen. Weil Djibril Sidibe, der eigentlich für Frankreich die rechte Seite beackert, nach einer Verletzung lange ausfiel, tüftelte Nationaltrainer Didier Deschamps den Plan mit Pavard aus - und der ging auf.

Deschamps habe ihm gesagt, "dass ich ihn an Lilian Thuram erinnert habe", berichtete Pavard: "Ich hoffe, ich kann es ihm gleichtun." Thuram hatte vor Pavard das letzte Tor eines französischen Verteidigers bei einer WM (1998) erzielt - und ist anschließend Weltmeister geworden.