Benjamin Hübner erzielt gegen Frankfurt, wo sein Vater Bruno Sportdirektor ist, das entscheidende Tor. - © © imago / Eibner
Benjamin Hübner erzielt gegen Frankfurt, wo sein Vater Bruno Sportdirektor ist, das entscheidende Tor. - © © imago / Eibner
Bundesliga

Benjamin Hübner: "Er ist ja immer noch mein Vater"

Sinsheim - Ein allerletzter Eckball von Sebastian Rudy - und Benjamin Hübner wuchtet den Ball per Kopf zum Siegtreffer in der 90. Minute ins Tor. Durch das Tor des Innenverteidigers gewann die TSG 1899 Hoffenheim 1:0 gegen Eintracht Frankfurt und eroberte sich so wieder Platz 3 zurück, der zur direkten Teilnahme für die Champions-League berechtigt.

Hübner versaut dem Vater den Abend

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Platz 4 ist den Hoffenheimern in den restlichen drei Saisonspielen nicht mehr zu nehmen, aber am nächsten Samstag kommt es zum vorentscheidenden Duell um Rang 3: Hoffenheim will bei den nur um einen Zähler schlechter platzierten Dortmunder Borussen die gute Ausgangsposition verteidigen. Die beste Runde der Vereinsgeschichte könnten die Hoffenheimer mit Rang 3 krönen.

Großen Anteil am Erfolg hat auch Benjamin Hübner, der nach Anlaufschwierigkeiten längst mit Niklas Süle und Kevin Vogt ein tolles Abwehrtrio bildet. Hübner habe sich nach seinem Wechsel aus Ingolstadt erst an die Art des Hoffenheimer Fußballs gewöhnen müssen, sagt TSG-Trainer Julian Nagelsmann. Zwar sei der 27-Jährige noch immer kein  "Trainingsweltmeister, aber mittlerweile doch ein Trainingseuropameister", so Nagelsmann scherzhaft. Hübner trainiere nicht mehr so kopfgesteuert, sondern mache einfach, so der Trainer, der Hübners Kopfball - und Zweikampfstärke schätzt.

"Der Druck liegt bei Dortmund"

Frage: Die Ausgangslage vor dem sogenannten Endspiel um Platz 3 und die direkte Champions-League-Qualifikation am kommenden Samstag in Dortmund ist für Hoffenheim jetzt als Dritter mit einem Punkt Vorsprung vor dem BVB besser.

Hübner: Ja, die Lage ist besser, das war auch das Ziel für das Spiel gegen Frankfurt. Unsere Situation ist gut, wir sind gut drauf, haben eine breite Brust und wissen, was wir können.

Frage: Und sie wollen sich Platz 3 jetzt nicht mehr nehmen lassen, oder?

Hübner: Warum sollten wir uns andere Ziele stecken. Platz 4, der die Qualifikationsspiele für die Champions-League bedeutet, haben wir sicher. Da bleibt ja jetzt kein anderes Ziel mehr.

Frage: Dortmund weiß: Bei einer Niederlage könnte das schon die Vorentscheidung sein im Kampf um Platz 3. Ist das ein psychologischer Vorteil für euch?

Hübner: Wir haben keinen großen Druck, der liegt bei Dortmund. Wir fahren da hin und wollen auch dort was holen.

Aus Sinsheim berichtet Tobias Schächter

- © gettyimages / Simon Hofmann