Nach zwei Unentschieden zum Auftakt peilt Rekordmeister FC Bayern München gegen Hertha BSC am Sonntag den ersten Saisonsieg an (Erleben Sie die Sonntagsspiele ab 16:30 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio!)

"Wir müssen am Sonntag einen "Dreier" landen", fordert Trainer Jürgen Klinsmann. Und auch Verteidiger Philipp Lahm hofft nach dem 2:2 gegen den HSV und dem 1:1 gegen Dortmund auf eine Leistungssteigerung: "Vom ersten Moment an muss das anders aussehen. Wir müssen jetzt mal drei Punkte einsammeln."

Negativrekord droht

Sollten die Bayern auch im dritten Spiel sieglos bleiben, wäre das das erste Mal seit der Saison 1966/67. Ein Unentschieden oder gar eine Niederlage - und der eigene historische Negativrekord wäre eingestellt.

Klinsmann, der erstmals in der Innenverteidigung auf den genesenen Martin Demichelis zurückgreifen kann, will trotz des enttäuschenden Saisonstarts dem Ergebnis gegen Hertha nicht zu viel Bedeutung beimessen. "Jeder Sieg ist wichtig. Noch wichtiger ist, dass die Spieler merken, sie kommen voran", sagt der 44-Jährige.

Lucio trägt die Binde

Dass die Mannschaft noch unter ihren Möglichkeiten spielt und sich finden wird, davon ist Klinsmann überzeugt: "Ich bin mir ganz sicher, dass wir schon bald ins Rollen kommen. Wenn die Mannschaft umsetzt, was sie im Training zeigt, werden wir Hertha knacken."

Für den Gelb-Rot-gesperrten Kapitän Mark van Bommel, der von Lucio als Spielführer vertreten wird, dürfte Tim Borowski neben Ze Roberto im defensiven Mittelfeld spielen. Im Sturm könnte Lukas Podolski anstelle von Miroslav Klose beginnen.

Seit 31 Jahren in München nicht mehr gewonnen

Die Berliner, die seit 31 Jahren nicht mehr in München gewonnen haben, wollen dem Rekordmeister das Leben allerdings schwer machen. "Wir müssen ans Limit gehen und den Bayern weh tun", sagt Manager Dieter Hoeneß.

Nach bislang sieben Pflichtspielen ohne Niederlage ist das Selbstvertrauen dafür vorhanden. "Viele Spieler glauben, dass wir dort als Mannschaft etwas erreichen können", sagt Trainer Lucien Favre. - Die voraussichtliche Aufstellung:

München: Rensing - Lell, Lucio, Demichelis, Lahm - Borowski, Ze Roberto - Schweinsteiger, Kroos - Toni, Klose (Podolski)

Berlin: Drobny - Chahed, Friedrich, Simunic, Stein - Lustenberger - Ebert, Kacar, Cicero - Raffael, Pantelic

Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)


VfB Stuttgart - Hannover 96

Zunächst einmal das erste Tor der Saison erzielen wollen die Hannoveraner im Duell mit dem VfB Stuttgart.

"Das sieht natürlich nicht gut aus, dass wir noch kein Tor geschossen haben. Aber in den ersten beiden Spielen wurden in allen Mannschaftsteilen Fehler begangen", sagt 96-Torwart Robert Enke.

Ismael nicht im Kader

Für das erste Tor greift Trainer Dieter Hecking in die Taktik-Trickkiste. Heraus kommt dabei wohl Mikael Forssell als einzige Spitze. "Der Junge wird von Tag zu Tag besser", lobt der Coach den Neuzugang.

Weichen muss dafür wohl Mike Hanke, Jan Schlaudraff dürfte über den Flügel kommen. Aus dem Kader gestrichen wurde derweil Valerien Ismael. "Er fühlt sich nicht so gut, wie er sich als Führungsspieler fühlen müsste", sagt Hecking.

Stuttgarter mit Rückenwind

Die Stuttgarter empfangen die Niedersachsen dagegen gestärkt durch die souveräne UEFA-Cup-Qualifikation beim FC ETO Györ.

"Das gibt Selbstvertrauen, wenngleich Hannover eine ganz andere Hausnummer ist", sagt Stürmer Mario Gomez, der mit seinen beiden Toren entscheidenden Anteil am 4:1-Erfolg gegen die Ungarn hatte. - Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Stuttgart: Lehmann - Osorio (Boulahrouz), Tasci, Delpierre, Boka - Pardo - Hilbert, Hitzlsperger - Bastürk (Simak) - Gomez, Marica

Hannover: Enke - Cherundolo, Eggimann, Vinicius, Christian Schulz - Bastian Schulz, Lala - Pinto, Bruggink, Schlaudraff - Forssell

Schiedsrichter: Lutz Wagner (Kriftel)