Eine stetig wachsende Zahl von Fußballfans mit Behinderung gehört zu den regelmäßigen Stadionbesuchern der Bundesliga und der 2. Bundesliga. Schon jetzt bieten die modernen Arenen – gerade auch im internationalen Vergleich - außergewöhnlich gute Bedingungen für Menschen mit Behinderungen.

Um diesen Spitzenstandard zu halten, hat die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH mit Unterstützung der Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft e.V. (BBAG), dem Fanclub Sehhunde e.V. und Clubvertretern den Mitgliedern des Ligaverbandes eine Empfehlung zur Einrichtung von Behindertenplätzen erstellt. Die Empfehlungen richten sich dabei insbesondere an Clubs, die neue Stadien bauen oder Umbaumaßnahmen planen.

Ganzheitliche Denkweise

Aufgrund von unterschiedlichen Behinderungsgruppen konnten bereits nicht nur nahezu barrierefreie Bedingungen für Rollstuhlfahrer in vielen Stadien geschaffen werden, die Mehrheit der Clubs bietet neben dem Angebot für Rollstuhlfahrer auch einen besonderen Service für sehbehinderte und blinde Zuschauer an.

Auch die Bedürfnisse gehörloser Fußballfans wurden in die Konzeptionen der Clubs einbezogen. Diese ganzheitliche Denkweise war auch für die DFL-Empfehlungen für Barrierefreiheit prägend.

"Hervorragende Bedingungen für Menschen mit Handicap"

"Ich möchte an dieser Stelle ganz ausdrücklich den Verantwortlichen der Clubs für das bisher geleistete Engagement danken. Durch diesen Einsatz haben wir in der Bundesliga hervorragende Bedingungen für Menschen mit Handicap geschaffen, die es nun weiter zu verbessern gilt", sagt DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus.

Einbezug von Experten

"Diese Publikation, die ohne die Zusammenarbeit mit der BBAG und dem Fanclub Sehhunde nicht möglich gewesen wäre, ist neben dem Bundesliga-Reiseführer für Menschen mit Behinderung ein weiterer wichtiger Schritt, den Service für behinderte Fußballfans fortlaufend zu verbessern". ergänzt Projektleiter Marco Rühmann, Spielbetrieb DFL.

Dr. Volker Sieger, stellvertretender Vorsitzender der BBAG, lobt das gemeinsam beschlossene Konzept: "Volltreffer! Endlich erhalten alle um Barrierefreiheit bemühten Akteure vor Ort einheitliche Planungs- und Gestaltungsempfehlungen. Das hilft auf Dauer den Zuschauern mit Behinderung und den Clubs, aber auch den Architekten und Baubehörden."