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Die Serien-Killer: Der FC Augsburg besiegt Bayern München und beendet somit eine Serie von 27 Spielen
Die Serien-Killer: Der FC Augsburg besiegt Bayern München und beendet somit eine Serie von 27 Spielen - © IMAGO/Steffie Wunderl
Die Serien-Killer: Der FC Augsburg besiegt Bayern München und beendet somit eine Serie von 27 Spielen - © IMAGO/Steffie Wunderl
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Wie einst 2014: Augsburg beendet erneut Mega-Serie des FC Bayern

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27 Spiele lang war der FC Bayern in der Bundesliga ohne Niederlage. Dieser Serie machte der FC Augsburg mit einer couragierten Vorstellung in der Allianz Arena ein Ende. Ausgerechnet der FCA, der einst 2014 auch den bisherigen Rekordlauf der Münchner stoppte.

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Nun ist die Serie des FC Bayern doch gerissen: In den bisherigen 18 Bundesliga-Spielen hatten die Münchner nicht mehr verloren, saisonübergreifend war das sogar in den vergangenen 27 Spielen der Fall. Am Samstagnachmittag kam aber der FC Augsburg in die Allianz Arena und setzte diesem unglaublichen Lauf ein Ende. 

"Was alle Spieler heute gemacht haben, auch die Einwechselspieler, war Wahnsinn", jubilierte Gäste-Keeper Finn Dahmen, der gegen die Super-Offensive der Bayern nur einmal hinter sich greifen musste: "Hut ab vor der Leistung an alle Mann. Wir haben das Spiel durch sehr viel Mut gedreht, haben auch schon eine sehr gute erste Halbzeit gespielt."

Der Spielbericht vom Comeback-Sieg des FCA

Dennoch sah es am Anfang gar nicht nach einer Niederlage für den in dieser Saison übermächtigen Rekordmeister aus. Hiroki Ito köpfte seine Mannschaft in der 23. Minute zur Führung, direkt danach hatten die Bayern durch Lennart Karl und Luis Díaz gleich mehrere Chancen, das Ergebnis zu ihren Gunsten auszubauen. 

Das Tor ins Glück: Massengo überwindet Urbig und dreht das Spiel gegen die Bayern. - IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

Augsburg ist Serien-Täter

Das erste Anzeichen gab es dann in der Nachspielzeit, als Robin Fellhauer in der Nachspielzeit den Ball an die Latte setzte. In der zweiten Halbzeit wurden die Gäste dann stärker und drehten das Spiel durch Tore von Arthur Chaves und Han-Noah Massengo zu ihren Gunsten. Und das nicht unverdient, hatte der FCA doch die Münchner über weite Teile der Partie immer wieder ärgern können. 

Damit erwiesen sich die Augsburger sich als Serientäter gegen die Serientäter. Schon 2014 beendete der FCA Bayerns bis dato längste Ungeschlagen-Serie – der Rekordmeister war zu diesem Zeitpunkte sogar 53 Spiele in Folge ohne Niederlage. Jetzt haben die Fuggerstädter also auch die zweitlängste Serie der Münchner auf dem Gewissen. Wenn das keine besondere Leistung ist. 

Geklappt hat dieser Sieg der Augsburger auch wegen einer unglaublichen Abwehrleistung, nur drei Torschüsse der Bayern ließ der FCA in der zweiten Halbzeit zu.  Und das gegen die bajuwarische Super-Offensive um Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz, die an diesem Samstag nur einmal zuschlagen konnten. Und auch das sorgte für das Ende einer weiteren Serie: Vor der Niederlage gegen aufmüpfige Augsburger erzielte der FC Bayern sogar 26 Spiele in Folge mindestens zwei Treffer. 

Baum behielt Recht – Wagner auch?

Hiroki Itos erstes Kopfballtor in der Bundesliga sollte den Münchner am Ende allerdings nicht zu etwas Zählbarem reichen gegen die Augsburger, die unter Manuel Baum in dieser Saison in sieben Spielen schon fast so viel Punkte (neun) wie unter Vorgänger Sandro Wagner (zehn) in zwölf Spielen geholt haben. Wagner dürfte sich aber durch den Sieg bestätigt fühlen hatte er doch nach der 2:3-Niederlage im Hinspiel noch gesagt, dass er den FC Augsburg auf keiner Position schlechter aufgestellt sehen würde als die Bayern. 

Baum derweil hatte schon vor dem Spiel einfache Rechnung für einen Sieg in München. Nicht um Schadensbegrenzung ginge es in dem Spiel, man wolle den FC Bayern schon ärgern. Am Ende sei die einfachste Antwort: ein Tor mehr als die Münchner wolle man erzielen. Das gelang dem FCA am Samstag in der Allianz Arena in Perfektion. Ein Tor mehr erzielt, drei Punkte eingefahren, erneut die rekordverdächtige Serie des FC Bayern beendet: Was will man denn mehr?

Nach dem Spiel wollte der Trainer aber nicht zu viel in den sensationellen Sieg hineininterpretieren: "Das Erste, was wir nach dem Spiel besprochen haben, war, dass wir uns jetzt nicht von dem Hype um den Sieg beeinflussen lassen", so Baum, dessen Team wichtige Aufgaben vor der Brust hat. An den nächsten drei Spieltagen geht es mit dem FC St. Pauli, dem 1. FSV Mainz 05 und dem 1. FC Heidenheim 1846 gegen drei direkte Konkurrenten. Durch den Sieg in der Allianz Arena können die Fuggerstädter also mit breiter Brust in diese direkten Duelle gehen.

Sicherer Rückhalt: Finn Dahmen entschärfte immer mal wieder einen Bayern-Angriff - IMAGO/Michael Nibel