Wolfsburg - Andre Schürrle ist der Top-Transfer der Bundesliga in diesem Winter. Auf der Website des VfL Wolfsburg gibt der Weltmeister sein erstes Interview.

Frage: Ihr Wechsel zum VfL ist praktisch erst in letzter Minute endgültig perfekt gemacht worden. Wie froh sind Sie, dass alles gut über die Bühne gegangen ist?

André Schürrle: Es hatte sich zum Schluss alles etwas hingezogen, das war auch für mich stressig und hat Nerven gekostet. Aber jetzt bin ich endlich beim VfL Wolfsburg und darüber bin ich sehr, sehr glücklich.

"Perspektive sieht sehr gut aus"

Frage: Sie waren sich dem VfL relativ schnell einig, am Ende haben sich die Verhandlungen mit Chelsea aber bis kurz vor Ende der Transferperiode hingezogen. Hatten Sie Bedenken, dass Ihr  Wechsel noch scheitern könnte?

Schürrle: Es war ja nicht mein erster Transfer, daher wusste ich schon, dass es auch mal etwas länger dauern kann, bis sich alle Seiten geeinigt haben. Von daher war ich zwar schon etwas angespannt, weil ich den Wechsel nach Wolfsburg unbedingt machen wollte. Aber trotzdem war ich mir auch immer sicher, dass es am Ende klappen wird.

Frage: Sie wurden in der Winterpause mit einigen Vereinen in Verbindung gebracht. Wie wichtig war bei Ihrer Entscheidung die Möglichkeit, wieder in der Bundesliga spielen zu können?

Schürrle: Es war mein absoluter Wunsch. Ich hatte auch Angebote aus Spanien oder Frankreich, aber am Ende wollte ich unbedingt nach Deutschland zurück. Relativ früh kam dann das Interesse aus Wolfsburg. Ich habe mir dann die Mannschaft angeschaut und die Perspektive des Vereins, die sehr gut aussieht. Da war für mich schnell klar, wohin mein Weg gehen soll.

"Will dem VfL schnell helfen"

Frage: Bundestrainer Joachim Löw soll Ihnen auch zum Wechsel nach Wolfsburg geraten haben.

Schürrle: Das stimmt. Ich habe das Gespräch mit ihm gesucht, weil wir ein sehr gutes Verhältnis haben und ich seine Meinung auch sehr schätze. Er sagt mir immer ehrlich, was er denkt, das hat er schon vor meinen Wechseln nach Leverkusen und zu Chelsea gemacht. Wir haben lange über einen Wechsel nach Wolfsburg  gesprochen, und er hat mir dazu geraten, weil er meint, dass es auch mit Blick auf die taktische Ausrichtung und die Spielweise des VfL der richtige Schritt für mich ist.

Frage: Als Kevin De Bruyne vor einem Jahr von Chelsea zum VfL kam hat er etwas Anlaufzeit gebraucht, vor allem, weil er in London sehr wenig gespielt hatte. Glauben Sie, dass Sie am Anfang ähnliche Probleme haben könnten mit der Umstellung auf den deutschen Fußball, auch wenn Sie zuletzt mehr Einsatzzeiten hatent als Kevin damals?

Schürrle: Mental fühle ich mich so, dass ich am liebsten schon in Frankfurt im VfL-Trikot auf dem Platz gestanden hätte. Körperlich muss man sehen, wie ich drauf bin, da ich die vergangenen zwei, drei Wochen gar nicht im Spielbetrieb war, sondern nur trainiert habe. Bislang konnte ich körperliche Rückstände immer schnell aufholen, und ich werde hart an meiner Fitness arbeiten. Dann bin ich sicher, dass ich dem VfL auch schnell helfen kann.